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Ein Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller
  • Von der Seele reden

Verschlechtern sich unsere Zukunftsaussichten

Von der Seele reden

25.01.2026

Von der Seele reden – der Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller, Politik- und Medienwissenschaftler und Vorstand der „Stiftung: Christliche Werte leben“.

Jeden Donnerstag um 20:45 Uhr im Radio und bereits vorab hier den ausführlichen Kommentar online hören. Mehr Infos zur Stiftung auf www.christlichewerteleben.de


Haben sich unsere Zukunftsaussichten verschlechtert?

Krieg in der Ukraine und im GAZA, verheerende Morde durch die Mullahs im Iran, ein offenbar geistesgestörter Präsident in Washington, der die westliche Allianz zu zerstören bereit ist, stagnierende Wirtschaft und Wahlerfolge der Rechtspopulisten. Da merkt man, dass wir Menschen 90 % unserer Entscheidungen aus dem Bauch heraus emotional fällen und das Gehirn nicht in Anspruch nehmen. Wie wird unsere Zukunft vor diesem Hintergrund aussehen?

Es ist schwer, die Zukunft vorherzusagen. Der Wandel ist gewaltig. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass niemand auf der Welt sein eigenes Ende beschließen wird, wenn er die Atombombe zündet, denn zum Gegenschlag wird es allemal kommen. Auch Trump ist in Sachen militärischer Übernahme Grönlands von seinen Beratern ausgebremst worden. Es wird stattdessen Cyber-Kriege geben. Auf die wir uns aber auch als Einzelpersonen vorbereiten können. Trendberufe gibt es auch weiterhin und nicht nur in der IT-Branche. Dienstleistungen bleiben gefragt, im Handwerk, wie in der Pflege.

Was die Amerikaner angeht, haben diese uns jetzt bewiesen, dass wir uns geopolitisch anders ausrichten müssen. Die Allgemeinbildung ist dort katastrophal, sonst hätte ein krankhafter Narziss nicht wiedergewählt werden können. Leider sind bei uns Politiker auch nicht die hellsten Köpfe, wenn ich an die Europaabgeordneten denke, die gerade das Mercosur-Abkommen torpediert haben. Leider gibt es keine Intelligenztests für Politiker/innen, bevor sie Abgeordnete oder Minister werden dürfen. Das Abkommen wird sicher trotzdem umgesetzt, weil die EU-Kommission sich über das Votum des Europaparlaments hinwegsetzen kann, was sie in diesem Fall sicher auch muss. Trumps Beliebtheit in den USA sinkt, wir können hoffen, dass er im kommenden Jahr die Mehrheit in einem der Häuser verlieren wird. Und ich setze darauf, dass nur wenige Herrn Merz folgen werden in seiner Unterwürfigkeit Trump gegenüber. Der französische Präsident sicher nicht. Solche Figuren wie Trump verstehen nur eine Sprache, das ist die des geballten Widerstands. Auch wenn man schon verzagen kann, was die ausbleibenden Erfolge gegen den Klimawandel angeht, das letzte Wort ist auch da noch nicht gesprochen. Die technologische Entwicklung geht voran und viele von uns haben auch ihre Lebensgewohnheit schon angepasst. Ich setze aber mehr auf die Technologie.

Nach alledem komme ich zu dem Schluss: Optimistisch bleiben, wir haben in den letzten 80 Jahren so vieles zum Besseren wenden können, das werden wir uns von einigen Geisteskranken nicht kaputt machen lassen.

Ich wünsche Ihnen eine Woche schöner Gedanken, aber bitte bleiben Sie achtsam.