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Ein Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller
  • Von der Seele reden

Der Mensch ist das grausamste Tier

Von der Seele reden

16.03.2026

Von der Seele reden – der Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller, Politik- und Medienwissenschaftler und Vorstand der „Stiftung: Christliche Werte leben“.

Jeden Donnerstag um 20:45 Uhr im Radio und bereits vorab hier den ausführlichen Kommentar online hören. Mehr Infos zur Stiftung auf www.christlichewerteleben.de


Der Mensch ist das grausamste Tier

Zu diesem Schluss kam schon vor 150 Jahren Friedrich Nietzsche, der deutsche Philosoph und klassische Philologe. Wenn wir gerade erleben müssen, wie sich die Menschen gegenseitig hinrichten, kann man zu keinem anderen Ergebnis kommen.

Ich habe Verständnis dafür, dass die Bundesregierung den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran verhalten gutheißt, um sich nicht den Zorn des geistesgestörten amerikanischen Präsidenten zuzuziehen, auch bin ich der Überzeugung, dass radikalen religiösen Regierungen, wie dem Mullah-Regime im Iran, ein Ende bereitet werden muss, völkerrechtswidrig bleibt dieser Angriffskrieg dennoch. Und wieder müssen unschuldige Menschen sterben, wie die jungen Menschen in der Mädchenschule im Iran.  

Wir müssen aufhören, den Völkern insgesamt die Schuld zuzuweisen, es sind regelmäßig die Mächtigen und ihre Anhänger, nicht die einfachen Menschen. Das gilt nicht nur für die Menschen im Iran, auch Israel hat eine Regierung verdient, die nicht von religiösen Eiferern bestimmt wird und auch dem US-amerikanischen Volk ist wieder eine Regierung zu wünschen, die von Sachverstand geprägt ist und nicht von Wahnvorstellungen ihrer Regierenden. Und auch wir müssen aufpassen, dass demokratische Mehrheiten erhalten bleiben.

Denn über die vielen Menschenleben und Seelen, die ermordet werden, hinaus, schaffen Kriege nur wirtschaftliche Not, Ängste und Unrecht. Es gibt keinen gerechten Krieg! Leider lehrt uns die Geschichte auch, dass nach den vielen Kriegen der letzten 80 Jahre, an denen die USA fast immer beteiligt waren, demokratische und friedliche Strukturen nicht die Folge waren. Es ging immer nur um die wirtschaftlichen Vorteile.

Darum bin ich als gläubiger Christ gegen jede Angriffshandlung und erlaube mir, dies auch anklagend zu formulieren. Wir können nur hoffen, dass diese Kriegshandlungen ein schnelles Ende finden und die selbstgefälligen Drahtzieher auf allen Seiten in die Schranken verwiesen werden, bevor weitere Mächte meinen, eingreifen zu müssen.

Ich wünsche Ihnen eine hoffnungsvolle Woche, aber bitte bleiben Sie weiterhin achtsam.