
Weihnachtskinder.
13.12.2020
Weihnachtsbäume waren schon immer to go. In diesem Jahr hat unser Gärtner wie immer Nordmanntannen verkauft – teuer sind die. Aber auch deshalb, weil der Erlös 1:1 ans Kinderhospiz geht. Letzten Samstag um 9 ging es los. Das ganze Viertel war auf den Beinen – in der Schlange vor der Gärtnerei treffen wir Nachbarn und Be-kannte. Brav stehen wir mit unseren Masken an. Halten mit Abstand das eine oder andere Schwätzchen. Wie feiert ihr dieses Jahr? Klein die meisten. Kleiner auch wir. Aber seit dem Wochenende ist es fraglich, ob wir überhaupt mit angereister Familie feiern dürfen. Wir holen trotzdem unser Bäumchen. Und finden in der Post einen Mutmach-Text von Christina Brudereck, den uns liebe Freunde geschickt haben. Über-schrift: Weihnachtskinder.
„Es heißt, dass Weihnachtskinder noch im Winter Blumen pflücken.
Und Kinder meint, dass Wunder meistens jung sind, überraschen und entzüclen.
Und Winter meint, dass wir um kalte Zeiten wissen.
Mit Abschied und Vermissen und so schrecklich vielen Lücken.
Und Weihnacht meint, dass wir die Liebe wieder in die Mitte rücken.
Erwachsen wie wir sind aus freien Stücken.
Und Blumen meint, dass wir dem Frieden trauen und für alle hoffen,
dass Glücklichsein wird eines Tages glücken.
Und daher heißt es also dann:
Dass Weihnachtskinder auch im Winter Blumen pflücken.“