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  • Mahler Meint
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Der Schlitten des Weihnachtsmanns ist gelb.

15.12.2020

Seit heute ist Deutschland zugesperrt. Und der Geschenkeeinkauf im Laden ist damit auch erledigt. Also warten noch mehr Kunden als bisher darauf, dass der Weihnachts-mann mit seinem gelben, blauen, weißen oder braunen Schlitten vorbeikommt. Und die, die den Schlitten in diesem Jahr ziehen bzw. schieben, sind wahrlich nicht zu be-neiden. Seit dem ersten Lockdown im März leisten sie Schwerstarbeit. Im Frühsom-mer stellte die Post bereits 4.000 neue Angestellte ein, um den Paketboom zu bewäl-tigen. Da jetzt in der Vorweihnachtszeit das Aufkommen nochmal um 20% gesteigert wird, liefert die Paketpost auch abends aus – und muss weitere Zusteller finden.

Für uns ist es ja superbequem. Ein bisschen im Computer klimpern, auf den Knopf drücken und der Fall ist erledigt.

Zwei Dinge fallen mir ein, wie wir ein wenig Entlastung schaffen könnten: Viele Ein-zelhandelsgeschäfte bieten analog zu den Restaurants einen Abholservice an. Unsere kleine Bücherei zum Beispiel. Da kann man online bestellen und am nächsten Tag die Ware abholen.

Und wir könnten den schwitzenden Paketboten auch eine kleine Freude machen. Wie wär‘s denn, wenn sie ein paar Päckchen mit selbstgebackenen Weihnachtsbrötchen bereit halten würden und sie bei der Übergabe des Pakets dem Zusteller schenken? Da die Paketboten auch vor der Tür abstellen dürfen könnte man dort auch etwas deponieren und eine nette Karte dazu schreiben. Eine kleine Geste der Solidarität für die, die den Schlitten am Laufen halten, damit wir Weihnachten feiern können.