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  • Mahler Meint
  • Kommentar

Das Fest der Freude.

11.12.2020

Weihnachten – das sind doch vor allem glänzende Kinderaugen. Freude, Überra-schung – und wenn‘s gut läuft auch fröhliches Lachen. Ich habe in unserem Weih-nachtsbrief an Freunde und Bekannte geschrieben: „Ich hoffe, dass wir im neuen Jahr das Lachen wieder lernen.“ Uns hat es 2020 als Familie durch einen persönlichen Schicksalsschlag plus Corona besonders gebeutelt. Aber dann sah ich gestern im Fern-sehen Andreas Ehrlich von den Ehrlich Brothers. Der Magier erzählte, dass er im Zivil-dienst Rettungssanitäter war. Und dass er – wann immer die Gelegenheit dazu da war – die Verletzten und Erkrankten mit Zaubertricks unterhalten hat, um sie abzulenken. Fantastisch, im Wortsinn. Mir kamen die Clowns im Krankenhaus in den Sinn. Die Kin-der auf andere Gedanken bringen und sie aus dem Leid – wenigstens für eine Weile – heraus-be-zaubern.

Zu diesem Weihnachtsfest brauchen wir sie nötiger denn je: die Menschen, die uns zum Staunen bringen. Die Augen leuchten lassen. Die ein Lachen hervorzaubern kön-nen. In Corona Zeiten gilt trotz bierernster Politikergesichter:

Eine ständige Aufforderung zum Zeigen der Betroffenheit, eine soziale Verpflichtung zu hängenden Mundwinkeln ist nicht nur keine Lösung – sie spielt dem Bösen in die Hände. Ich habe mal gelernt, dass man das Dunkle, das Böse, das Bedrohliche am bes-ten dadurch besiegt, indem man ihm ins Gesicht lacht.

Warum kann ich nicht versuchen einer von denen zu sein, die Trost, Freude und Wärme in unsere geschmückten Wohnzimmer zaubern? Lachen ist die beste Medizin, sagt man.