
Was haben Menschenrechte mit dem Weihnachtsmann zu tun?
10.12.2020
Rechtzeitig zum Tag der Menschenrechte eine „Sweet Revolution“. Am 10. Dezember 1948 wurde von den Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschen-rechte verabschiedet. Im 72.igsten Jahr gibt es nun also die süße Revolution. Weih-nachtszeit ist Schokoladenzeit. Was uns süß schmeckt bekommt durch extreme Armut und Kinderarbeit im Kakaoanbau einen bitteren Beigeschmack. Deshalb fordert Fair-
trade Deutschland mit der Kampagne Sweet Revolution mehr Fairness für Kakaobäu-rinnen und -bauern.
In den vergangenen vier Wochen kamen beim Online-Wettbewerb der Kampagne rund 700 Protest-Slogans gegen unfairen Kakaohandel zusammen. Gewonnen hat das Freiherr-vom-Stein Gymnasium Lünen mit dem Spruch „One Fairtrade Chocolate a day keeps the unfair World away“. Ihr Spruch wird nun von Graffiti-Künstler Boogie in ein Kunstwerk an ihrer Schule gesprayt.
Es muss allerdings mehr passieren, damit die Weihnachtszeit in Zukunft schoko-süß wird. Zum Beispiel mit dem lange eingeforderten Lieferkettengesetz. Bis es soweit ist, engagieren sich Hersteller in Fairtrade-Projekten. Tony’s Chocolonelys, Ben & Jerry‘s. Lidl und Rewe haben Projekte gestartet, um mehr Transparenz in ihren Lieferketten zu schaffen und sich einem existenzsichernden Einkommen für die Kakaoproduzenten zu nähern.
Ich finde die „Sweet Revolution“ zum Tag der Menschenrechte richtig gut. Nicht nur reden, sondern handeln. Und dabei auch noch genießen. Guten Appetit!