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  • Mahler Meint
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Wasser marsch!

13.08.2020

In den heißen und trockenen Sommern lernen wir alle das Lebensmittel Nummer 1 schätzen. Wasser ist die Keimzelle des Lebens. Und Wasser ist auch lebenserhaltend. Wir zucken zu-sammen, wenn wir das Buch „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde lesen. Dort wird drastisch geschildert, wie sich eine Welt verändert, der das Wasser ausgeht. Wir runzeln die Stirn, wenn wir in den Nachrichten hören, dass in Lauenau in Niedersachsen letztes Wochen-ende der Trinkwassernotstand ausgerufen wurde. Wir sehen unsere Gärten, die vertrocknen und trauen uns nicht, den Rasensprenger zu benutzen. Glücklicherweise folgt die Entwar-nung stets auf dem Fuße. Und beruhigt uns wieder. Deutschland hat kein Trinkwasserprob-lem, versichern die Experten. Wir hoffen auf die nächsten ergiebigen Regenfälle und verta-gen das Problem. Fakt ist allerdings, dass wir jetzt die Auswirkungen der Klimakatastrophe den dritten Sommer in Folge zu spüren bekommen. Langfristig können wir nur durch drasti-sche Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung den Kollaps abwenden. Aber die Pro-phetin Greta ist im Corona-Stakkato der Nachrichten verstummt. Das Hemd ist uns näher als der Rock. Deutschland ist uns näher als die Sahel-Zone oder der Amazonas. Aber das ist eine fatale Fehleinschätzung. Globale Probleme lassen sich nicht lokal lösen. Ich genieße unser hervorragendes Leitungswasser. 2-3 Liter sollen wir täglich trinken in die-sen heißen Tagen. Und mit jedem Glas wächst mein Respekt vor diesem Lebensspender. Ich will alles in meiner Macht Stehende tun, um dafür zu sorgen, dass auch unsere Kinder und Enkel noch Wasser haben. Denn Konsumgüter und volle Kleiderschränke, dicke Autos, Spielekonsolen und riesige Flachbildschirme kann man weder essen noch trinken. Wann kon-zentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche?