
Plagegeister und Lebenserhalter.
11.08.2020
Ich gebe es ja zu: ich haue auch gerne mal drauf, wenn die kleinen Plagegeister angeschwirrt kommen. Kaum hat man sich im Garten niedergelassen mit einem Kaltgetränk oder gar Ku-chen und anderen leckeren Sachen, sind sie zur Stelle. Und lösen Fluchtreflexe aus. Rein in die gute Stube, und sei es noch so stickig Inside.
Gestern Abend haben wir uns spontan auf die Räder geschwungen und sind zu einem schönen Ausflugslokal durch den Wald geradelt. Die Bemerkung des Platzanweisers, dass wir draußen im Biergarten unter schattigen Bäumen keinen Spaß haben werden, haben wir ignoriert. Kaum war das Radler auf dem Tisch, waren sie da. In hellen Haufen. Wir sind also schweren Herzens umgezogen, nach drinnen. Als ich arglos meinen Unterarm auf dem Tisch ablegte, spürte ich sofort den stechenden Schmerz. So ein Wespenstich tut eben richtig weh. Der elektronische Stick, den meine Frau immer dabeihat, brachte ein wenig Linderung.
Heute dann ein Zeitungsartikel über die Nützlichkeit der fleißigen kleinen Blattläuse-Vertilger. Ich seh‘s ja ein: Es gibt nichts umsonst auf dieser Welt. Heißes Sommerwetter bedeutet eben auch schwitzen. Und Wespen. Sie sorgen unter anderem für das ökologische Gleichgewicht. Also hisse ich weiße Flagge. Decke das Bier ab und die Speisen auch. Meine Frau legt immer einen Appetizer an das andere Ende des Gartentisches. Manchmal funktioniert das auch ganz gut.