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Der Wal und das Ende der Welt.

10.08.2020

„Erst wird ein junger Mann angespült, und dann strandet der Wal. Die dreihundertsieben Be-wohner des Fischerdorfs St. Piran spüren sofort: Hier beginnt etwas Sonderbares. Doch keiner ahnt, wie existentiell ihre Gemeinschaft bedroht ist. Sowie das ganze Land. Und vielleicht die ganze Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt.“

Mit diesem Text wird ein Buch beworben, das ich interessiert zur Hand genommen und völlig perplex wieder abgelegt habe. „Der Wal und das Ende der Welt“ heißt es. Ein Londoner Banker flieht nach einem kapitalen Crash in the Middle of Nowhere und erlebt erstaunt das Szenario, das wir heute so gut kennen. Unterbrochene Lieferketten, Hamsterkäufe – das ganz höchst anfällige System unserer Weltwirtschaftsunordnung. John Ironmonger hat diesen Roman 2015 geschrieben. Niemand konnte damals ahnen, dass seine Sience-Fiction-Erzählung 5 Jah-ren später schon Wirklichkeit sein würde. Aber das Buch gehört nicht zum Genre Horror. Es zeigt im Gegenteil auf, was wahre Menschlichkeit bewirken kann. Am knappsten lässt es sich im Hölderlin-Jahr mit einem seiner Zitate zusammenfassen: „Wo die Gefahr ist, wächst das Rettende auch“.

Dieses Buch ist für alle geschrieben worden, die sich von düsteren Weltuntergangsszenarien im Jahr 2020 nicht entmutigen lassen wollen. Sondern sich gemeinsam mit vielen Anderen darauf besinnen, was Menschlichkeit und Zusammenhalt bewirken können. Gerade jetzt.

„Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmonger ist erschienen bei Fischer-Taschen-buch, 464 fesselnde Seiten kosten 12 Euro. Unbedingt lesen! „Der Wal und das Ende der Welt.“