
Letzte Warnung.
12.04.2021
Derzeit sind wir alle auf unsere persönliche Befindlichkeit konzentriert. Corona macht einsam um auch ein Stück unempfindlich für alles, was sich außerhalb unseres engsten Gesichtskreises abspielt. Erich Fried hat vor vielen Jahren ein Gedicht geschrieben.
Überschrift:
Letzte Warnung
Wenn wir nicht aufhören, uns mit unseren kleinen täglichen Sorgen und Hoffnungen, unserer Liebe, unseren Ängsten, unserem Kummer und unserer Sehnsucht zu beschäftigen, dann geht die Welt unter.
Und wenn wir aufhören, uns mit unseren kleinen täglichen Sorgen und Hoffnungen, unserer Liebe, unseren Ängsten, unserem Kummer und unserer Sehnsucht zu beschäftigen, dann ist die Welt untergegangen
Erich Fried: Beunruhigungen, Wagenbach 1997.