
Jugend ohne Zukunft?
12.08.2021
Seit 1999 wird am 12. August der Internationale Tag der Jugend begangen. Wenn es um Zukunftsfragen wie Arbeit, Rente oder Klimaschutz geht, richtet sich der sorgenvolle Blick verstärkt auf die junge Generation. Die ab Mitte der 1990er-Jahre geborenen, mitunter als "Generation Z" bezeichneten Menschen, haben damit einen Anteil von 10,1 % an der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Wie ist die Stimmung – auch angesichts der Corona- und Klimakrise unter den Jugendlichen? Kinder und Jugendliche werden in der Pandemie oft hintangestellt. Ein Drittel von Ihnen kämpft mit psychischen Auffälligkeiten. Und viele fragen sich, welche Lasten ihnen durch die Corona-Hilfen und die Hilfen für die Flutopfer aufgebürdet werden. Sie gehen mit einer ungeheuren Hypothek ins Erwachsenen-Leben. Immer wieder wird der Vorwurf laut, dass die Alten auf Kosten der Jungen leben. Sie wollen nicht auf Ihren Wohlstand verzichten, verbrauchen unnötig viele Ressourcen, ziehen bei freiwilligen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht mit, weil sie sich nicht einschränken möchten. Karikaturen von fröhlichen Rentnerinnen, die das halbe Jahr auf Kreuzfahrtschiffen über die Weltmeere schippern, machen zunehmend wütend. Das „How dare you“ – „wie könnt ihr es wagen“ von Greta Thunberg klingt noch in den Ohren. Es ist der Aufschrei derer, denen die Zukunft geraubt wird. Wir Erwachsenen und Alten werden um Opfer nicht herumkommen. So viel steht fest. Heute, am internationalen Tag der Jugend ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, was die Politik dafür tun kann, die Zukunftschancen der Jugendlichen zu verbessern. Und die Politik – das sind am Ende wir alle.