
Impfen ist alternativlos.
05.08.2021
Australien, die USA, Israel und Großbritannien zeigen es: Lockerungen vor der Zeit sind fatal und gefährlich. Die Delta-Variante des Virus macht alle schönen Pläne – Ende der Maskenpflicht, Aufhebung der Kontaktbeschränkungen – zunichte. Hierzulande reißt die Diskussion um eine Impfpflicht nicht ab. Man setzt weiter auf Freiwilligkeit und möchte die Impfunwilligen mit zweifelhaften Geschenken und Verboten an die Nadel locken.
Die Konsequenz: Das rein- und raus, das hoch- und runter wird uns erhalten bleiben. Wie lange, das weiß niemand. Und spätestens jetzt – in der Reisezeit – haben es hoffentlich die letzten begriffen: eine nationale Lösung bringt gar nichts. Weite Teile der Welt versinken im Chaos, weil es an Impfstoff fehlt. In anderen Ländern – wie bei uns - muss er inzwischen entsorgt werden.
Wenn wir das Virus in den Griff bekommen wollen, muss eine globale Impfstrategie her. Die Weltgesundheitsorganisation ist hier gefordert. Welches Land meint, sich selbst im Alleingang retten zu können, verkennt immer noch die Tatsache, dass wir in einer global vernetzten Welt leben, in der sich niemand mehr total abschotten kann. Das Virus findet seine Wege – so viel ist sicher.
Wir haben schon viel zu lange gezögert – und die Quittung dafür kommt im Herbst und Winter. Anstatt sich in endlosen Diskussionen über die Freiheitsrechte zu verlieren, muss jetzt endlich eine Strategie her, die stark genug ist, diese weltweite Bedrohung in die Schranken zu weisen. Es ist nun wahrlich genug kaputt gegangen – materiell, existentiell, und psychisch. Wir können nicht mehr länger warten!