
Schau an der schönen Gärten Zier.
04.08.2021
Gestern habe ich mich endlich mal wieder um den Garten gekümmert. Die Johannesbeeren mussten unbedingt geerntet werden. Also abgezupft – eine mühsame Arbeit. Meine Frau hat 5 Kilo verarbeitet – jede Menge Marmelade eingekocht und Beeren eingefroren, für die Johannesbeerkuchen der Saison.
Die drei kleinen Büsche haben getragen wie noch nie. Es ist ja auch ein einzigartiger Sommer. So viel Regen, so viel Sonne, die Vegetation ist geradezu explodiert – man kommt mit dem Schneiden gar nicht mehr nach.
Als ich da so bei meinen Büschen saß und zupfte habe ich mich gefragt, ob ich mich eigentlich über den über alle Maßen fruchtbar-blühenden Garten freuen kann. Deutschland ertrinkt in den Fluten. Südeuropa brennt, Einheimische und Urlauber sind auf der Flucht. Ich habe festgestellt, dass ich Natur in der letzten Zeit nur noch als Bedrohung wahrgenommen habe. Jede dunkle Wolke hat mir Angst gemacht.
Und dann habe ich auf die schönen Blumen und auf die Johannesbeeren geschaut. Und habe festgestellt, dass die Welt wunderschön ist. Und jeden Einsatz wert, sie zu bewahren. Ja, wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um die Schönheit der Natur zu retten. In der Bibel heißt das „Schöpfungsauftrag“ und klingt dort so: „Gott setzte den Menschen in den Garten, um ihn zu bebauen und zu bewahren“. Auch für meine Kinder und Enkel. In jedem Fall eine lohnende Aufgabe.