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  • Mahler Meint
  • Kommentar

Im Dreck wühlen.

27.02.2026

Das könnte dem Manuel jetzt zum Schluss doch noch den Ministerpräsidenten verhageln. Glücklicherweise hat der politische Gegner noch etwas in der Vita des biederen Oberschwaben gefunden, ein Video. Und das jetzt gegen Manuel Hagel, CDU, im Endspurt des Wahlkampfes zu verwenden ist gleichzeitig schädigend und lächerlich.

Zu sehen ist, wie der 29-Jährige Hagel 2018 in Regio TV ein Interview gibt. Hagel ist auf Wahl-kampftour für die CDU an einer Realschule in Seinem Wahlkreis. In der Klasse hätten damals 80 Prozent Mädchen gesessen, berichtet Hagel. O-Ton: „Also da gibt’s für 29-Jährige Abgeord-nete schlimmere Termine als diesen.“ Dann geht er noch auf eine Schülerin näher ein, die die erste Frage gestellt habe: „ich wird’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“

Das war's schon. Es kommt wirklich nichts Schlimmeres. AfD Spitzenkandidat Frohnmaier sagte im SWR vor drei Tagen: „Als Vater einer Tochter ist mir anders geworden. Ich fand das sehr irritierend, Ich finde sowas nicht normal.“ Danach wendet sich Frohnmaier an den grünen Kontrahenten Cem Özdemir: „Können Sie sich weiter eine Zusammenarbeit mit der CDU vor-stellen?“ Der Grünen-Spitzenkandidat antwortet: „Ich bin mir sicher, Herr Hagel würde das heute nicht mehr so formulieren. Wir sind uns einig, dass man Frauen so beurteilen soll, wie man Männer beurteilt – nach ihrer Leistung und nach nichts anderem.“ Das war dann wohl ein Eigentor, Herr Frohnmaier.

Es ist widerlich, dass der politische Gegner ganze Heerscharen von Investigativ-Journalisten beschäftigt, um in der Vita der PolitikerIn irgendwas zu finden. Privat, Plagiat, ganz egal. Das ist Wühlen im Dreck. Meinen Kolleginnen und Kollegen kann ich nur sagen, dass sie käuflich sind. Davor habe ich keine Achtung. Eher Ver – Achtung.