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  • Mahler Meint
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Das Paradies muss woanders sein

03.03.2026

Das Paradies. Der Garten Eden. Shangri-La, Jannah, Elysion – alles Begriffe für einen Zustand ewiger Glückseligkeit.

Non posse peccare – der Mensch kann nicht sündigen. Theologisch ist das der Zustand vor und nach der vorfindlichen Weltepoche. Jetzt gilt: Non Posse non Peccare. Der Mensch kann nicht nicht sündigen. So sagt es die Theologie, die von einem ursprünglichen und einem zukünftigen Paradies spricht.

Jetzt leben wir in der „gefallenen Welt“ nach der Definition aller Religionen. Und aus der wol-len wir befreit werden. John Lennon hat in seinem Song Imagine einen Weg dorthin gezeigt: Nothing to kill or die for – and no Religion too. Das wäre der Zustand, in dem die Menschen gerecht, solidarisch und friedlich miteinander leben würden.

Das Problem ist also die Religion, die Ideologie, der Rassismus, das Mann und Frau, das oben und unten als Wertung. Sobald jemand oder eine Gruppe von Menschen glaubt, im Besitz ei-ner exklusiven Wahrheit zu sein, setzt sie sich von den Anderen ab. Alleinseligmachend ist das Stichwort. Und diese Exklusivität stürzt die Welt von Anfang an von einem Krieg in den ande-ren. Sie war verantwortlich für die Unterdrückung eines Volkes durch ein anderes, für Erobe-rungskriege, Kolonialisierung, Sklaverei, Unterdrückung von Frauen, Rassismus …. Jetzt tobt wieder ein Krieg der weißen christlichen, der jüdischen und der Islamischen Ideologie gegen-einander. Wann hören wir endlich auf, uns überlegen zu fühlen und Krieg gegen andersden-kende und andersgläubige zu führen? Wir werden es nicht erleben. Und alle Versprechungen auf ein Jenseits, wo alles gerichtet ist, fallen in die Kategorie Vertröstung des Menschen, um ihn davon abzuhalten, gegen seine Unterdrückung und sein Elend aufzustehen.