
Auf dem Weg zu den Sternen.
13.07.2021
Wenn drei der reichsten Männer der Welt ihre Allmachts - Fantasien spielen lassen, heben sie ab. Nicht mehr Ferrari, 30 Zimmer Villa oder ein Proficlub in England. Nein, sie wollen ins Welt-all. Von den drei Multi-Milliardären Elon Musk – Tesla, Jeff Bezos - Amazon und Richard Bran-son – Virgin Group hat es letzterer geschafft. Am Sonntag folg er höchstselbst mit seinem Raumflugzeug VSS Unity mit fünf weiteren Personen 88 KM hoch. Die Piloten und Passagiere genossen wenige Minuten Schwerelosigkeit und nach einer Stunde waren sie wieder auf der Erde. Das soll jetzt der Beginn des Weltraumtourismus sein. Branson hat eigenen Angaben zufolge schon 60 Buchungen für diesen Trip – 250.000 Dollar kostet ein Ticket. 2022 soll das Abenteuer starten.
Abgesehen davon, dass ich noch nie viel für die Eroberung des Alls übrighatte, finde ich diese Art von Abenteuer-Tourismus einfach nur pervers. Nicht nur, dass es Menschen gibt, die mit vielen Milliarden um sich werfen können, sondern auch die Tatsache, dass die Reichen dieser Welt Schlange stehen, um mal eben eine viertel Million für eine Stunde Flugvergnügen ausge-ben zu dürfen zeigt, wohin wir mit dem Turbokapitalismus gekommen sind.
Die Welt blutet aus vielen Wunden. Die Probleme nehmen immer weiter zu. Hunger, Krank-heit und Umweltkatastrophen beherrschen die Schlagzeilen. Wenn man Männer wie Branson, Musk und Bezos als Superstars feiert, ist das einfach nur zynisch gegenüber den Armen dieser Welt.