Was kann der neue SCHUFA-Simulator?

Der eigene SCHUFA-Score ist entscheidend, wenn es darum geht, einen Kredit zu bekommen. Gleichzeitig ist vielen Verbrauchern komplett unklar, wie dieser Score entsteht. Somit lässt sich auch nicht einschätzen, wie es um die eigene Kreditwürdigkeit steht oder wie sich diese verbessern lässt. Der neue SCHUFA-Simulator bringt jetzt etwas Licht ins Dunkel.

 

So funktioniert der SCHUFA-Simulator

Auf der Webseite der SCHUFA gibt es inzwischen einen Simulator, der sich mit Angaben rund um die eigene finanzielle Situation füttern lässt. So zeigt der Simulator dann ungefähr an, welchen Score ein Verbraucher hat.

Die Funktionsweise des SCHUFA-Simulators orientiert sich an der tatsächlichen Bewertung der Kreditwürdigkeit von Verbrauchern. Das Interessante daran ist, dass die SCHUFA so ein Einblick in die eigenen Berechnungsweisen gibt.

So fragt der Simulator nach der Anzahl der Kreditkarten und informiert darüber, dass eine hohe Zahl an Kreditkarten zu einer Abwertung des Scores führt. Es ist also sinnvoller, eine richtige Kreditkarte auszuwählen und alle anderen zu kündigen.

Gleiches gilt für die Anzahl der Girokonten. Wer ein Konto hat und dieses seit mehr als zehn Jahren besitzt, erhält eine sehr gute Bewertung. Auch die Anzahl der aktiven Kredite beeinflusst den Score.

 

Schlechter Score – lässt sich trotzdem ein Kredit bekommen?

Wer eine Absage auf eine Kreditanfrage erhalten hat, muss die Hoffnung noch nicht aufgaben. So können Verbraucher einen Kredit trotz SCHUFA erhalten. Eine dieser Optionen ist ein Privatkredit. Bei dieser speziellen Form von Kredit stammt die Finanzierung nicht von einer Bank, sondern von einer oder mehreren Privatpersonen. Zwischengeschaltet ist ein Vermittler, der den Kredit organisiert und absichert.

Auf diesem Weg lässt sich trotz eines negativen SCHUFA-Eintrags ein klassischer Kredit mit vergleichsweise guten Konditionen erhalten. Eine Prüfung der Kreditwürdigkeit wird trotzdem vorgenommen. So kontrolliert der Vermittler die Einkommensnachweise und ähnliche Dokumente, um zu bestimmen, bis zu welchem Rahmen ein Privatkredit vermittelt werden kann. Solche P2P-Kredite lassen sich über Vergleichsportale gezielt suchen. Das gelingt bequem online, sodass sich die Optionen schnell prüfen lassen.

 

Welche Optionen haben Verbraucher, um den eigenen Score zu verbessern?

In vielen Situationen erfüllen Kredite Wünsche und finanzieren wichtige Anschaffungen. Das können der Kauf eines Autos, der Hausbau oder auch ein Urlaub sein. Ein negativer SCHUFA-Score, der einen Kredit verhindert, ist somit sehr ärgerlich.

Tatsächlich haben Verbraucher eine Reihe von Optionen, um den SCHUFA-Score zu verbessern. Der erste Schritt kann es sein, den eigenen Score bei der SCHUFA abzufragen. So ist die SCHUFA inzwischen dazu verpflichtet, den genauen Score mitzuteilen und auch anzugeben, welche Punkte für eine negative Einschätzung sorgen.

Besonderes Augenmerk sollte auf den Einträgen zu den Zahlungsausfällen liegen. Dies sind Vermerke, die entstehen, wenn offene Rechnungen nicht beglichen werden. Dann lassen die betroffenen Unternehmen, zum Beispiel Energieversorger oder Telekommunikationsanbieter, einen solchen Eintrag bei der SCHUFA vornehmen. Das führt zu einer deutlichen Abwertung und dazu, dass ein Kredit verweigert werden kann. Sobald die offenen Forderungen beglichen sind, verschwinden die Eintragungen und der Score hebt sich.

Ebenfalls kann es sein, dass falsche, alte oder unberechtigte Eintragung bei einer Kontrolle gefunden werden. Diese sollten direkt bei der SCHUFA moniert werden oder das Unternehmen, dass den Eintrag vorgenommen hat, wird zur Entfernung aufgefordert. Mit diesen Maßnahmen lässt sich die SCHUFA-Bewertung verbessern und dann wird auch ein Kredit gewährt.

 
Image by Steve Buissinne from Pixabay
 

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