
Einsparpotentiale 2026
Von der Seele reden
09.02.2026
Von der Seele reden – der Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller, Politik- und Medienwissenschaftler und Vorstand der „Stiftung: Christliche Werte leben“.
Jeden Donnerstag um 20:45 Uhr im Radio und bereits vorab hier den ausführlichen Kommentar online hören. Mehr Infos zur Stiftung auf www.christlichewerteleben.de
Einsparpotentiale 2026
Die Regierung hat den Grundfreibetrag auf 12.348 Euro erhöht, für den Teil des Einkommens müssen Sie gar keine Steuern mehr zahlen. Und auch der Spitzensteuersatz greift 2026 erst bei knapp 70.000 Euro (69.879 Euro). Wenn Sie Kinder haben und gut verdienen, profitieren Sie zusätzlich vom erhöhten jährlichen Kinderfreibetrag (9756 Euro).
Nutzen Sie die Erhöhung der Pendlerpauschale von 30 auf 38 Cent pro Kilometer, die der Bundestag beschlossen hat, um jeden Monat mehr Geld herauszubekommen.
Ab diesem Jahr gilt die sogenannte Aktivrente. Mit dem passenden Arbeitsvertrag (Sie müssen angestellt sein!) können Sie die ersten 2000 Euro Einkommen im Monat zusätzlich zu Ihrer Altersrente steuerfrei kassieren. Drei wichtige Voraussetzungen: Sie haben Ihre Regelaltersgrenze erreicht, Sie werden wirklich angestellt und Ihr Arbeitgeber zahlt für Sie weiter in die Rentenkasse ein.
Bei den Energiepreisen vergleichen Sie bitte die Preise. Energiepreise sind zum Teil gesunken, werden aber nicht von allen Anbietern an ihre Kunden weitergegeben.
Viele Menschen sind über- oder doppelt versichert. Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz – oft kann man Tarife optimieren oder überflüssige Versicherungen kündigen. Experten empfehlen: Alle zwei Jahre einen Versicherungscheck machen. Sparpotenzial: durchschnittlich 300 Euro.
Der Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro pro Stunde, die Minijob-Grenze liegt bei 603 Euro.
Das Kindergeld steigt von 255 € auf 259 €,
Rentner können durch einen Krankenkassenwechsel Geld sparen. Bei einer Rente von 1.692 Euro bringt der Wechsel von einer teuren Kasse mit 4 Prozent Zusatzbeitrag zur günstigsten Kasse eine Ersparnis von etwa 18 Euro monatlich. Das sind rund 216 Euro im Jahr.
Wichtig: Wer seine Kasse wechseln möchte, sollte nicht nur auf den Beitrag schauen. Auch Zusatzleistungen wie Zahnreinigung oder Osteopathie können einen Wechsel sinnvoll machen.
Mieter sollten die Nebenkostenabrechnung zeitnah überprüfen, denn es können formale oder inhaltliche Fehler vorliegen, etwa bei der Berechnung der Heizkosten. Oder es werden Kosten mit einbezogen, die nicht umlegbar sind. Dazu zählen etwa Reparaturkosten, Mietkosten für Rauchmelder und Feuerlöscher oder Bank- und Kontogebühren.
Sie sehen, es gibt auch positive Neuerungen und wir müssen genauer hinschauen. Ich wünsche Ihnen eine Woche mit vielen positiven Überraschungen, aber bitte bleiben Sie achtsam.