
Wegducken ist zu billig.
28.01.2026
Eigentlich kommt der Vorstoß ganz schön spät. Oke Göttlich, der Präsident des Rebellenvereins FC St. Pauli, hat sich gewohnt kämpferisch zu Wort gemeldet. Er fragt öffentlich an, ob es nicht langsam an der Zeit ist, über einen Boykott der Fußball WM 2026 in den USA nachzudenken, um gegen die imperialistische Politik von Donald Trump zu protestieren. Mahler meint, es wäre ja ganz schick, die beiden restlichen Staaten, Mexiko und Kanada mit der Durchführung der gesamten WM zu beauftragen. Bisher gibt es 11 Spielstätten in den USA und nur 5 in Mexiko und Kanada.
Göttlich verweist auf die Olympia-Boykotts in den 1980iger Jahren gegen Russland. Die waren eine Reaktion auf Russlands Einmarsch in Afghanistan. Göttlichs Einschätzung nach ist das weltweite Bedrohungspotential heute deutlich größer.
Wie 2022 in Katar sind die meisten Teilnehmerstaaten not amused über den Vorstoß. Es ist doch so ein schönes Fußballfest mit dem Imperialisten Trump auf der Tribüne. Die FIFA, allen voran der korrupte Schleimscheißer Gianni Infantino vermeidet alles, was dem Fußball ver-meintlich schaden könnte. Und der DFB in Person von Präsident Bernd Neuendorf, scheut Konflikte mit dem Weltverband FIFA, wo er dem einflussreichen Council angehört.
Und die Kicker selbst? Kapitän Josua Kimmich ist zwar fromm, will den angeblich so sauberen Fußball nicht durch Politik gestört sehen. „Ich nehme an der politischen Debatte nicht mehr teil“, so seine überheblich klingende Aussage. Und Robert Andrich von Bayer Leverkusen, der nach meiner Einschätzung gar nicht zum WM-Kader gehören dürfte, weil er zwar ein Türsteher, aber kein Fußballer ist, sagt: „Ich bin Fußballer und ich habe A zu wenig Ahnung davon und B ist es nicht meine Aufgabe, darüber zu reden." Sollst Du auch nicht. Zu viel Kopfballspiel geht an die Hirnsubstanz.