
Merz kann nicht Kanzler.
02.04.2026
O-Ton Friedrich Merz:
"In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre – das ist der Wunsch von Präsident Sharaa gewesen sollen rund 80% der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren…"
Das war ein verhängnisvoller Satz, lieber Kanzler. Ein Mathe-Leistungskurs hätte geholfen, Herrn Sharaa nicht nachzuplappern. Maximal 100.000 Geflüchtete aus Syrien leben ohne Aufenthaltstitel in Deutschland. Ja, es sind auch Kriminelle darunter. In Deutschland leben aber ungefähr 1 Million aus Syrien zu uns geflüchtete Menschen. 250.000 besitzen inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft. 5.745 Ärztinnen und Ärzte versorgen deutsche Patienten. 2.000 Menschen aus Syrien arbeiten in Deutschland in Pflegeberufen. Und: hoch qualifizierte Fachkräfte unterstützen die deutsche Wirtschaft.
Und, Herr Merz, woher nehmen sie die Annahme, dass der Bürgerkrieg in Syrien beendet sei? Der amtierende Präsident Al-Sharaa ist ehemaliger Dschihadist und steht bis heute zu seiner Vergangenheit. Der Nahostexperte Fabrice Balanche widerspricht der Bundesregierung, die eine Verbesserung der Sicherheitslage von Minderheiten in Syrien festgestellt haben will – trotz wiederkehrender Massaker und Greueltaten.
Und ja, da sind sich Experten einig: Al-Sharaa ist ein Terrorist mit gestutztem Bart im Anzug.
Und was tut Friedrich Merz: Eilfertig hofiert er Al-Sharaa, um der AfD Futter wegzunehmen mit unsäglich Abschiebeversprechen. Er riskiert schon wieder den Koalitionsbruch und schießt den nächsten Bock. Nein, Merz kann nicht Kanzler. Das haben die wenigen Monate seiner Regierungszeit gezeigt. Wo ist der Hut, Friedrich? Nimm ihn und geh.