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Kassenpatient? Pech gehabt.

24.04.2026

Mein Freund ist schwer erkrankt. Burn-Out, Depression, seit 4 Monaten arbeitsunfähig. Mein Freund hat ein Problem: er ist Kassenpatient. Obwohl er ganz dringend eine Behandlung braucht, am besten stationär, steht er bis heute auf einer Warteliste für den Psychiater. An Psychotherapie kann er nicht einmal denken.

Kassenpatienten können – egal welche Fachrichtung – ein Lied davon singen. Termine werden, selbst bei Akuterkrankungen, in 3-4 Monaten vergeben – wenn man Glück hat.

Die Gründe hierfür sind mannigfaltig: Ärztemangel, Überlastung durch die demografische Entwicklung, seit der Corona-Pandemie ist die Anzahl der behandlungsbedürftigen psychisch erkrankten Kinder und Jugendliche sprunghaft angestiegen. Eine Gesundheitsreform jagt die andere, die Finanzierung durch die Kassen funktioniert schon lange nicht mehr.

Mahlers Vorschlag zur Reform der Reform: schafft endlich das 2-Klassen System ab. Alle Bürgerinnen und Bürger im Land haben das Recht auf die bestmögliche Behandlung, und das möglichst zeitnah. Stattet die gesetzlichen Kassen mit genügend Kapital aus, dass der Gleich-heitsgrundsatz hier gewahrt werden kann. Und: Die Ärzte müssen auch bei den gesetzlichen Kassen eine Rechnung schreiben und ihre Leistung den Patientinnen gegenüber sauber dokumentieren. Ein drittes: Hört mit dem Unfug auf, dass Therapeutinnen nur zugelassen werden, wenn sie die klassische Ausbildung haben. Ich bekomme immer sofort einen Termin, weil ich Selbstzahler bin und es mir leisten kann. Schluss damit!