
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.
27.04.2026
„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“, hallte es letzte Woche aus 10tausenden Kehlen durch die ausverkaufte MHP-Arena. In der letzten Minute der Nachspielzeit hat es der Titelverteidiger VfB Stuttgart ins Finale im Olympiastadion in der Hauptstadt geschafft. Am 23. Mai ist es so weit: Finale im DFB-Pokal. Berlin ist zum Slogan und zum Sehnsuchtsort aller Fußballfans geworden. Einmal mit seinem Lieblingsverein in der Hauptstadt beim Endspiel dabei sein, das ist zwar nicht ganz so wie nach Mekka pilgern, aber das Pokalfinale ist schon das Hochamt des deutschen Fußballes.
Im Olympiastadion würden doch die Berliner Vereine im Wohnzimmer von Hertha gerne mal wieder auflaufen. Das ist erst zweimal gelungen – und es ist lange her. 1993 verloren die Hertha Amateure gegen Bayer Leverkusen. 2001 zog Eisern Union gegen Schalke 04 den Kürzeren.
Jetzt wieder mal die Bayern, klar. Die wollen unbedingt das Triple: Meisterschaft, Champions-League und Pokal. Und sie sind stark, spielen sozusagen in einer anderen Liga. Titelverteidiger VfB Stuttgart sieht trotzdem eine Chance, den Pott wieder von der Spree an den Neckar zu holen. Zum einen hat der Pokal seine eigenen Gesetze. Zum anderen verbindet Sebastien Hoeneß viel mit Berlin. Letztes Jahr der größte Erfolg des Fußballlehrers aus einer großen Kicker-Familie. Vater Dieter Hoeneß feierte mit Hertha viele Erfolge. Zwischen 1997 und 2009 war er Manager bei der Hertha. Zwischen 2001 und 2006 sowie von 2007 bis 2010 spielte Sebastian Hoeneß für die Berliner.
Berlin – für viele ein Sehnsuchtsort. Und für Sebastian Hoeneß ganz besonders. Am 23. Mai werden die Bayern und die Schwaben die Hauptstadt fluten – hoffentlich wird es ein Fußballfest ohne Randale. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!