Zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung wechseln

Eine private Krankenversicherung erscheint vor allem in jungen Jahren als gute Investition. Schließlich sind die Beiträge meist nicht allzu hoch und können mit einem gut laufenden Business einfach bezahlt werden. Doch mit zunehmendem Alter steigen diese Beiträge, sodass sich viele privat Krankenversicherte die Frage stellen, ob ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nicht besser wäre. Hierbei zeigt sich jedoch, dass dies nicht allzu einfach ist. Denn wer einmal die Mitgliedschaft in der GKV beendet hat, muss besondere Voraussetzungen erfüllen, um wieder aufgenommen zu werden. Welche das sind und worin der Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung liegt, erfahren Sie im Folgenden.

Wo liegt der Unterschied zwischen Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung?

Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Krankenversicherungen liegt in der Berechnung der Beiträge. Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied ist, zahlt Beiträge in Abhängigkeit von seinem Einkommen. Dies ist in der privaten Krankenversicherung nicht der Fall. Hier wird Ihr Beitrag in Abhängigkeit von Alter und Gesundheitszustand berechnet. Aus eben diesem Grund entscheiden sich viele junge, gesunde Großverdiener dafür, in die PKV zu wechseln. Damit einhergehen Ersparnisse bei den Beiträgen. Jedoch stellt sich mit steigendem Alter die Frage, ob die Beiträge weiterhin günstiger sind als in der GKV.

Wann ist ein Zurückwechseln möglich?

Nicht immer ist es möglich, von der Privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Alternative zurückzuwechseln. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, sodass der Antrag genehmigt wird. Diese Anforderungen unterscheiden sich, je nachdem ob Sie angestellt oder selbstständig sind. Ein Wechsel ist als Angestellter nur dann möglich, wenn Sie noch nicht 55 Jahre alt sind und zudem ein Gehalt von weniger als 64.350 Euro brutto verdienen. Dieser Wert wurde im Jahr 2021 ermittelt und muss für jedes Jahr erneut betrachtet werden. Sollte Ihr Bruttogehalt nur knapp über dieser Grenze liegen, kann es sich anbieten, mit dem Arbeitgeber eine Entgeltumwandlung zu vereinbaren. Dabei zahlen Sie einen Teil des Bruttogehaltes in eine private Altersvorsorge ein. Ihr ausgezahltes Gehalt sinkt um den entsprechenden Betrag.

Für Selbstständige ist das Wechseln in die Gesetzliche Krankenversicherung deutlich schwerer. Denn nicht nur das Alter muss unter 55 Jahren liegen. Der Gesetzgeber spricht bei einem Selbstständigen von einer Person, die keinen Fall von Versicherungspflicht aufweist. Daher sollten Sie versuchen Ihre Selbstständigkeit nebentätig auszuüben. Dabei müssen Sie jedoch nebenberuflich weniger Gewinn erwirtschaften, als Sie mit Ihrer Hauptberuflichkeit verdienen. Zudem dürfen Sie keine Minijobber einstellen und müssen mindestens 20 Stunden pro Woche angestellt arbeiten.

Ist ein Zurückwechseln durch die Familienversicherung möglich?

In manchen Fällen ist es möglich, durch den Ehegatten / die Ehegattin oder eingetragener Lebenspartner / eingetragene Lebenspartnerin wieder zurück in die GKV zu wechseln. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Ihr gesamtes Einkommen die Höchstgrenzen nicht überschreiten darf. Zudem gilt es zu beachten, dass die Grenzen meist sehr gering ausfallen. Somit kann sich dieser Weg als schwierig erweisen.
Nicht freiwillig, aber gezwungenermaßen, kehren Sie in die gesetzliche Krankenversicherung zurück, wenn Sie Arbeitslosengeld I beziehen. In diesem Fall werden Personen unter 55 Jahren wieder in der GKV aufgenommen.

Zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung wechseln
Zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung wechseln bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...