Zum zweiten Mal verzockt, Frau Merkel.

Mahler meint am 15.09.15.
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Was haben Fukushima und Schopron gemeinsam? Der Atomunfall in Japan und der Flüchtlingsstau in Ungarn haben Angela Merkel etwas tun lassen, was ihr eigentlich fremd ist: Sie hat Entscheidungen aus dem Bauch getroffen. Sie, die kühle, sachliche Kanzlerin wurde von ihren Gefühlen überflutet. Die Ergebnisse: Der schnelle Atomausstieg in Deutschland und die Energiewende und jetzt das Signal an die Flüchtlinge: Kommt alle, wir stemmen das.
Die Energiewende kommt nicht vom Fleck. 8.500 verkaufte E-Autos im letzten Jahr, davon haben die Hälfte die Automobilkonzerne selbst gekauft, um die Statistik zu schönen. 1 Million sollen es 2020 sein – das war wohl nichts, Frau Merkel.
Das Signal der Menschlichkeit in Richtung Balkan hat verheerende Auswirkungen. Mehr als 2 Millionen Menschen im Libanon und anderen Syrien-Anrainern wollen nichts anderes, als ihre schäbigen Lager verlassen und sich aufmachen. Nach Germany, wohin denn sonst? Die Folge? Ungarn ist dicht, Österreich schafft es auch nicht, und Deutschland nimmt weiter auf. Wie lange noch? Gestern konnten sich die europäischen Staaten nicht einmal auf Quoten für die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen einigen. Sigmar Gabriel hat mal eben 1.000.000 bis Jahresende in den Ring geworfen. Was nun, Frau Merkel?
Politik ist nun mal ein kühles, überlegtes Geschäft. Entscheidungen aus dem Bauch helfen da nicht weiter. Was auch am Beispiel des griechischen Desasters hinreichend belegt ist.
 
 

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