Wir wollen die Spiele

Mahler meint am 11.03.2015
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Umfragen sind wenig bis nichts wert. Bei der Mediaanalyse, die die Hörgewohnheiten der Deutschen exakt bestimmen will, werden 65.000 Menschen angerufen – das sind weniger als 1 Promille. Ziemlich exakt 0,8. Also: Fahruntüchtigkeit. Auf dem Festnetz. Zu Hause. Tagsüber. Wer kriegt die Olympischen Spiele 2024? Jetzt wird’s noch komischer: 1.500 Festnetzbewohner von mehr als 3 Millionen in Berlin. Repräsentativ? Geht gegen null. Aber immerhin: 55%, also Mehrheit. Wenn auch Hamburg 9% mehr hat. Aber Ja sagen kann ja schließlich Jeder. Jetzt müssen Sachargumente her. Dass beide Städte Großprojekte nicht können, haben sie bewiesen. Hier BER, dort Elbphilharmonie. Also müssen wir ganz nüchtern fragen, wer schon hat, was er nicht bauen muss. Und da ist Berlin klar im Vorteil. Da gibt’s ein Olympiastadion, da gibt’s jede Menge Sportstätten und da gibt’s vor allem eine funktionierende Hotel-Infrastruktur. Dank der Millionen Touristen, die die Stadt überschwemmen. Und da gibt es – für mich Argument Nummer 1: fehlenden bezahlbaren Wohnraum. Der könnte durch den Bau eines neuen Olympischen Dorfes elegant beschafft werden – das so was funktioniert, hat München bewiesen. Mitten in der Stadt funktioniert der Olympiapark bis heute als urbaner Wohnraum der bezahlbaren Extraklasse, Hamburg dagegen will seine Besucher auf Kreuzfahrtschiffen unterbringen.
Ich fasse zusammen: Umfragen haben wenig Aussagekraft, aber Mehrheit ist Mehrheit. Das reicht. Und die Sachargumente sprechen klar für Berlin. Wir wollen die Spiele.
 
 

Wir wollen die Spiele
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