Wir lassen uns das Singen nicht verbieten!

In den meisten Familien – ob religiös sozialisiert oder nicht – erklingt am Heiligen Abend das bekannteste Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht.“ Fast alle Weihnachtsgottesdienste enden mit dem Choral „O du fröhliche – freue Dich o Christenheit.“ Es freut die Christenheit gar nicht, dass sie das in diesem Jahr bleiben lassen soll. Denn beim Singen werden hundert Mal mehr Aerosole frei als beim Atmen oder beim Sprechen. Also: möglichst gar nicht singen. Wenn doch, dann mit FFP2 Maske oder mit Alltagsmaske. Zwischen 85 und 90% der Aerosole werden von der Alltags- bis zu 95% von der FFP2 Maske zurückgehalten.

Ja, es ist bitter, in der Christvesper nicht mitsingen zu dürfen. Und auch bei der Familienfeier am besten keinen Laut von sich zu geben. Es ist beim Fest der Liebe und der Familie eine be-sondere Herausforderung, Abstand zu halten. Aber dieses Abstandhalten hat wiederum etwas mit Liebe zu tun. Wer möchte schon, dass der ganze Verzicht der letzten Wochen jetzt wegen eines einzigen Events zunichte gemacht wird? Kritiker sehen durch die Lockerungen zum Fest ohnehin schon das Ganze gefährdet und ich muss zugeben, dass ich dem auch zustimme.

Lassen sie uns wenigstens mit den Lockerungen verantwortlich umgehen. Im Netz gehen ge-rade alternative Weihnachtslieder viral. Von „Covid Navidad“ über „Ihr Kinderlein, Abstand, den Abstand einhalt“ bis zu „Es ist ein Rotz entsprungen aus unmaskierter Nas“ – für die, die drüber lachen können, vielleicht eine Alternative zum Downloaden. Ich selber genieße die Klassiker von der Konserve und singe mit, ohne den Mund aufzumachen. Geht auch – und hilft dabei, andächtig zu sein. In diesem Sinne: „Covid Navidad – I wanna wish you keine Infektion!” Merry Christmas zusammen.

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