Willkommensworte für Flüchtlinge

briefEin offener Brief der evangelischen Kirche mit der Bitte nach Willkommensgrüßen für Flüchtlinge findet bei zahlreichen Reinickendorfer Bürger/innen große Unterstützung.

 

Zahlreiche Bürger unterschiedlicher Konfessionen und aus verschiedensten Berufs- und Altersgruppen begrüßen die im Berliner Bezirk Reinickendorf untergebrachten Flüchtlingen mit herzlichen und warmen Worten. Des Weiteren drücken sie ihre Anteilnahme an den Leidenswegen der Asylanten aus.

 

Beate-Hornschuh-Böhm
Beate Hornschuh-Böhm, Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Reinickendorf

„Die schutzsuchenden Menschen sind bei uns herzlich willkommen. Sie brauchen nach den traumatischen Erlebnissen in ihrer Heimat und einer oftmals lebensgefährlichen Flucht einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und ihr Leben neu ausrichten können“, sagte die Autorin des Briefes, die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Reinickendorf, Beate Hornschuh-Böhm.

 

Sie ist Mitglied im „Netzwerk für Flüchtlinge in Reinickendorf“, einer Vereinigung von Bürgern aus Kirche, Politik, Schule und Nachbarschaft. Das Netzwerk engagiert sich für die ankommenden Flüchtlinge.

 

Zurzeit sind in Reinickendorf rund 700 Flüchtlinge (vorwiegend Frauen und Kinder) an zwei Standorten untergebracht.

 

Beate Hornschuh-Böhm hat sich in ihrem Schreiben an bekannte und weniger bekannte Bürger Reinickendorfs gewandt und die Bitte ausgesprochen, einen kurzen Willkommensgruß an die Flüchtlinge zu schreiben.

 

Rund 50 Personen haben daraufhin herzliche Willkommensworte für die Flüchtlinge eingesendet.

 

Das „Netzwerk für Flüchtlinge und Reinickendorf“ hat ebenfalls ein Begegnungsfest organisiert, das über das Thema informierten und Berührungsängste abbauen soll. Das Fest findet unter der Schirmherrschaft von Bezirksstadtrat Andreas Höhne (SPD) am Samstag, den 14. September von 13 bis 17 Uhr in der Oranienburger Straße 285, Haus 24/25, 13437 Berlin statt.

 

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der Willkommensgrüße:

 

Bischof Markus Dröge
Markus Dröge, Berliner Landesbischof

„In Berlin ist die Welt zu Hause. Es ist Bürgerpflicht, in Wort und Tat dazu beizutragen, dass aus Kriegs- und Krisengebieten fliehende Menschen bei uns Schutz finden.“
Berliner Landesbischof Markus Dröge

 

„Viele deutsche Bürger haben selbst leidvolle Fluchterfahrungen gemacht und wissen, was es heißt, einen Ort zum Leben zu suchen, aber nicht angenommen zu werden. Umso mehr wollen wir versuchen, den Flüchtlingen das Leben in der Fremde zu erleichtern. Wir wollen uns von den neuen Bewohnern nicht abwenden, sondern auf sie zugehen und uns ihnen öffnen.“
Mechthild Rieger, Rentnerin

 

Birgit-Zander
Birgit Zander, Pfarrerin in der Krankenhausseelsorge

„‚Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt‘, ist eines meiner Lieblingsworte aus dem Neuen Testament. Dieses Wort gilt auch und besonders für die Gastfreundschaft gegenüber Flüchtlingen.“
Birgit Zander, Pfarrerin in der Krankenhausseelsorge

 

„Niemand flüchtet freiwillig irgendwohin! Wir müssen aufhören, die Schuld bei den Ärmeren zu suchen. Ich wünsche den Flüchtlingen, dass sie hier die Ruhe und Lebensfreude wiederfinden, die ihnen zu Hause verloren gingen.“
Martin Végh, Hausmeister

 

„Ich möchte die Flüchtlinge in Berlin-Reinickendorf (und anderswo) ganz herzlich willkommen heißen! Sie stellen für unsere Kultur eine Bereicherung dar, auch wenn viele Menschen das vielleicht nicht sofort erkennen können.“

Birgit Flege, Kultur- und Bildungsmanagerin

 

Michael-Klein
Michael Klein, Amtsanwalt

„Die Flüchtlinge sind in Reinickendorf sehr willkommen. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass sie nach all dem Schrecklichen, das sie erleiden mussten, in unserem schönen und grünen Bezirk zur Ruhe kommen sowie neue Kraft und eine gute Perspektive für das weitere Leben bekommen können. Mögen ihnen viele freundliche und offene Reinickendorfer begegnen.“
Michael Klein, Amtsanwalt

 

„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt, hat Albert Einstein gesagt. Alle Kinder sind an meiner Schule, der Hermann-Schulz-Grundschule, willkommen, aus welchen Ländern, aus welchen Wohnungen oder familiären Verhältnissen sie auch kommen mögen. Ihre leuchtenden Augen, ihr Eifer beim Lernen der deutschen Sprache, ihr freundlicher Gruß im Schulhaus zeigen mir täglich ihre Dankbarkeit.“
Brigitte Dietrich, Rektorin der Hermann-Schulz-Grundschule

 

Dykstra
Heinz Dykstra, Schulleiter der evangelischen Schule Frohnau

„Wer verlässt ohne Not sein Dorf, seine Nachbarn, seine Sprache? Dann werden wir eine Hoffnung. Wir sollten sie erfüllen: Willkommen in Reinickendorf!“
Heinz Dykstra, Schulleiter der evangelischen Schule Frohnau

 

„‚…zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider – Was war das?‘ Mit diesen Worten aus einem Gedicht von Kurt Tucholsky wünsche ich den Flüchtlingen, dass sie in dieser sonst so anonymen Großstadt, Menschen begegnen werden, die ihnen Kraft und Hoffnung für die Zukunft geben.“
Angelina Kosan, Erzieherin

 

„Den Schutzsuchenden wünsche ich, dass sie bei uns freundlich und mit Achtung empfangen werden. In unserem Land herrscht Frieden, so können wir dankbar sein und dazu beitragen, dass die leidtragenden Frauen, Kinder und Männer den nötigen Schutz finden und sich sicher und geborgen fühlen.“
Renate Geldmeyer, Sekretärin

 

Willkommensworte für Flüchtlinge
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