Wie wichtig ist eine Risikolebensversicherung für Urlauber?

Risikolebensversicherung

Jetzt am Jahresanfang buchen viele Menschen ihren Sommerurlaub. Klassische Reiseziele sind Spanien, Italien oder die USA; etliche Fernwehgeplagte zieht es auch in Länder und Gebiete, die zwar kulturell und landschaftlich viel zu bieten haben, aufgrund ihrer angespannten Sicherheitslage aber nicht unbedingt als Urlaubsdestination gelten. Dazu zählen beispielsweise Nordkorea, Pakistan und einige Länder des Nahen Ostens. Doch egal, wohin es geht: Reisen birgt immer ein gewisses Risiko. Verschiedene Versicherungen versuchen, dieses aufzufangen, zum Beispiel die bekannte Reiserücktrittversicherung. Was aber, wenn ein Urlauber im Ausland stirbt – zahlt dann die Risikolebensversicherung?

 

Verbraucherschützer empfehlen den Abschluss einer Risikolebensversicherung, auch RLV genannt. Sie sichert nämlich Angehörige finanziell für den Fall ab, dass die versicherte Person stirbt und ihr Einkommen damit plötzlich wegfällt. Einige Policen lassen sich nachträglich anpassen, wenn sich die Lebensumstände des Versicherten ändern – etwa bei einer Heirat oder wenn ein Paar Kinder bekommt. Bei der Risikolebensversicherung von Verti ist dies beispielsweise möglich.

 

Grundsätzlich gilt der Versicherungsschutz einer RLV rund um die Uhr und überall auf der Welt – doch wie so oft steckt der Teufel hier im Detail. Denn viele Versicherer behalten es sich vor, ihren Versicherungsschutz in Krisengebieten und solchen Ländern, für die das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgegeben hat, einzuschränken.

 

Umso wichtiger ist es, die Vertragsdetails genau zu studieren. Grundsätzlich besteht in Krisengebieten der Risikolebensschutz auch dann, wenn der Versicherungsnehmer dort eines natürlichen Todes stirbt. Sollte also ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnliches zum Tode führen, sind die Hinterbliebenen in jedem Fall abgesichert. In der Regel zahlt die Risikolebensversicherung sogar, wenn der Urlauber durch den Biss eines gefährlichen Tieres stirbt. In solchen Fällen wird lediglich geprüft, ob sich der Versicherungsnehmer grob fahrlässig in die Situation begeben hat.

 

Anders sieht es hingegen aus, wenn der Versicherungsnehmer in einem Kriegsgebiet unterwegs ist und dort beispielsweise bei einem Gefecht getötet wird. Solche Fälle schließen die meisten Versicherungen aus.

 

Ein Tipp: Wer eine Reise in ein Krisengebiet plant, sollte in jedem Fall seine Risikolebensversicherung, aber auch seine Auslandskrankenversicherung über die Reisepläne in Kenntnis setzen und in Erfahrung bringen, ob und in welchem Umfang die Versicherungsleistungen gelten. Sinnvoll ist es auch, mit dem Versicherer eine Deckungszusage zu vereinbaren, die auch in Krisengebieten greift. Dadurch ist dann auch der Urlaub in risikoreicheren Gebieten abgesichert.

 

Fazit: Eine Risikolebensversicherung ist grundsätzlich sehr sinnvoll, nicht nur bei Fernreisen. Sie greift auch, wenn die versicherte Person im Urlaub verstirbt, und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein sicheres Reiseland oder ein Krisengebiet handelt – bei Letzterem aber möglicherweise mit Einschränkungen.

 

Bildrechte: Flickr Risikolebensversicherung Sari Montag CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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