Wie früh muss ich mit meiner Altersvorsorge starten?

Das ist eine Frage, die sich wahrscheinlich nicht genügend viele junge Leute stellen, die aber doch so wichtig ist! In seinen jungen Jahren liegen Themen wie der Renteneintritt noch so weit in der Zukunft, dass sie für viele nicht unbedingt greifbar sind – Die viel wichtigeren Fragen sind doch gerade eher: Was mache ich nach der Schule? Fange ich an zu studieren oder mache ich doch erstmal eine Ausbildung? In welche Richtung möchte ich überhaupt beruflich gehen? Doch was nützt einem ein ausgearbeiteter Plan für die berufliche Zukunft, wenn die Rente danach so gering ausfallen wird, dass der bisherige Lebensstandard nicht aufrechterhalten werden kann. Denn mittlerweile ist so ziemlich jedem klar: Die gesetzliche Rente wird nicht so hoch ausfallen, wie sich vielleicht einige erhoffen. Dazu kommt, dass die niedrigen Zinsen und die Inflation zusätzlich Druck auf das Ersparte ausüben.  

Damit man sich auch im Alter noch bestimmte Dinge leisten kann, gilt es, sich frühstmöglich um eine private Altersvorsorge zu kümmern. Als Selbstständiger zahlt man in der Regel nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein und muss sich eigenständig um eine Absicherung kümmern. Doch auch als Angestellter ist ein weiteres finanzielles Standbein im Alter nicht verkehrt. In Deutschland gibt es verschiedene Formen der privaten Altersvorsorge: Von der geförderten Altersvorsorge, wie die Riester-Rente, bis hin zur nicht geförderten Altersvorsorge, wie die private Rentenversicherung, findet man unterschiedliche Modelle. Gerade als junger Mensch, dessen Renteneintritt noch weit in der Zukunft liegt, kann die private Rentenversicherung basierend auf Exchange Traded Funds (ETFs) sinnvoll sein. Durch die Investition am Finanzmarkt können durch langfristige Anlagezeiträume hohe Renditen erzielt werden.

Doch die Altersvorsorge ist nicht das einzige Thema, mit dem man sich in jungen Jahren bereits beschäftigen sollte. Gerade jetzt, wo man noch gesund und munter ist, kann es sinnvoll sein, sich für den Fall einer späteren Berufsunfähigkeit entsprechend zu versichern. Denn auch diese kann ein finanzielles Laster im Alter werden. Wird man beispielsweise von starken Rückenschmerzen geplagt und kann aufgrunddessen langfristig nicht mehr seiner Tätigkeit nachgehen, greift auf Dauer lediglich die Erwerbsminderungsrente – und das auch nur für Angestellte. Dazu kommt, dass diese sehr dürftig ausfällt. Bemüht man sich aber erst nach Beginn der Berufsunfähigkeit um eine entsprechende Absicherung, könnte es allerdings schon zu spät sein: Versicherer fordern in diesem Fall hohe Risikoaufschläge oder weigern sich sogar, überhaupt einen Vertrag anzubieten. Möchte man erstmal ein Gefühl dafür bekommen, wie wahrscheinlich es ist, dass man berufsunfähig wird, gibt es tatsächlich Online-Rechner, die das persönliche Risiko berechnen.

Doch bestehen bleibt der Spruch, den wir alle sicherlich schon mehr als einmal in unserem Leben gehört haben: Vorsorge ist besser als Nachsorge!

 

Image by Julita from Pixabay

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