Wie bringt man Kindern den Umgang mit Geld bei

Kinderwünsche werden oft schnell erfüllt; wenn nicht von den Eltern, dann von den Großeltern. In Maßen gehört dies zur Kindheit dazu. Dennoch sollte man dem Nachwuchs frühzeitig den Wert der Dinge vermitteln – und den Wert des Geldes.

Denn eins ist sicher: Ein frühzeitig gelernter Umgang mit Finanzen schützt vor einer drohenden Verschuldung, unter der heute immer mehr Jugendliche zu leiden haben.

Dabei sind es vor allem zwei Dinge, die junge Menschen in die Schuldenfalle treiben: das Handy und teure Markenkleidung, beides heute mehr denn je Statussymbole. Dementsprechend haben die meisten Schuldner in der Altersklasse Verbindlichkeiten bei Telekommunikationsunternehmen und bei Versandhandelsfirmen.

Den Umgang mit Geld altersgerecht trainieren
Als hilfreich für einen bewussten Umgang mit Geld hat sich beispielsweise ein sogenanntes Kinderkonto erwiesen. Es eignet sich bereits für Grundschüler mit guten Grundrechenkenntnissen.

Doch man kann bereits viel früher damit beginnen, die lieben Kleinen an den Wert des Geldes zu gewöhnen. Dazu gehört auch, ein Kind nicht mit Geschenken zu überhäufen. Bewusst schenken macht Kinderwünsche nämlich nicht nur bezahlbar: Es sorgt auch dafür, dass der Wert einzelner Geschenke bewusster wird.

Einkaufen als Lernerlebnis
Ist der Nachwuchs etwa fünf Jahre alt, kann man damit beginnen, ihn aktiv an das Thema Geld heranzuführen. Dafür eignet sich beispielsweise der gemeinsame Einkauf im Supermarkt, wo der Nachwuchs lernt, dass es teure und günstige Produkte gibt. Hier kann man Kinder auch durchaus in Entscheidungen einbeziehen. Man stellt ihnen eine feste Summe zur Verfügung, mit der sie beispielsweise Brot für die Familie einkaufen sollen. So lernen sie spielerisch, dass jede Summe einen unterschiedlichen Gegenwert hat. Auch ein Kaufmannsladen zu Hause ist für Kinder in diesem Alter sehr lehrreich.

Im Alter von acht bis 13 Jahren sollten Kinder Taschengeld bekommen – ein weiterer Baustein für den bewussten Umgang mit Geld. Dafür gibt es einige Regeln. Zum einen sollte das Taschengeld in diesem Alter wöchentlich ausgezahlt werden, weil die Kids so einen besseren Überblick behalten. Zum anderen gibt es weder einen Vorschuss noch eine spontane Erhöhung, wenn das Geld nicht reicht. Wenig sinnvoll ist es auch, Taschengeld an gutes Benehmen oder gute Schulnoten zu koppeln. Dieses Taschengeld steht den Kindern ohne Wenn und Aber für sich selbst zur Verfügung. Wer ein Kinderkonto hat, kann das Taschengeld darauf einzahlen. Eine Debit-Karte sorgt dann dafür, dass das Kind auch den Umgang mit Plastikgeld lernt.

Budgetgeld einführen
Ab 14 Jahre ist es sinnvoll, den Jugendlichen neben Taschengeld auch sogenanntes Budget-Geld zu geben. Davon werden dann auch Klamotten oder Handykosten finanziert.

In allen drei Lebensabschnitten ist es wichtig, altersgerecht mit den Kindern über ihre Ausgaben und den Umgang mit Geld zu sprechen. So verstehen ältere Kinder durchaus, dass man auch mal sparen muss, wenn man sich einen größeren Wunsch erfüllen möchte, während dies für kleinere Kids noch zu abstrakt ist.

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