Werft die Netze zur rechten Seite aus

Mahler meint am 07.01.2015
 
 
[display_podcast] Werft die Netze zur rechten aus, das riet schon der auferstandene Jesus dem mutlosen Jünger Petrus, der die ganze Nacht vergeblich gefischt hatte. Petrus gleicht heute Christian Lindner, dem glücklosen Parteichef der FDP. FDP könnte heute heißen: Finde Deinen Platz – und da hilft der neue Magenta-Anstrich vielleicht. Die Telekom ist ja auch durch tiefe Täler gegangen und ist trotzdem heute Platzhirsch. Auf den Rat des Auferstandenen mag Lindner aber trotzdem nicht hören. Rechts fischen – das würden manche gerne, kommt die Nagelprobe, dann zucken sie doch alle zurück. JA, man habe Verständnis für die Sorgen und Nöte der Bürger, NEIN, die Pegida müsse man dann doch der AfD und ihrem nach Alleinherrschaft strebenden Parteivorsitzenden Bernd Lucke überlassen.
Dieses schielen auf den rechten Rand, auch heute in Wildbad Kreuth, wo die CSU wiederholt ein radikales Abschiebeverfahren fordern wird, das ist ja auch verständlich wenn man in die deutsche Parteienlandschaft schaut. Alles knüllt sich in der Mitte, alle sind liberal, sozial und ganz nahe beim Durchschnittsbürger. Die FDP will trotzdem nicht zurück ins Lager der Nationalliberalen. Weil sie weiß, dass das für den Wähler heute ein No-Go ist. Die Pegida Gegner sind längst in der Überzahl. Ob das so eine gute Idee war, auch ihnen vorgestern das Licht am Kölner Dom auszuknipsen sollte man noch mal überlegen. Denn so standen nicht nur das Häufchen der Anhänger im Dunkeln, sondern auch Tausende von Demonstranten gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Und die gehören ins Licht, damit auch FDP und CSU endgültig kapieren, das man am rechten Rand tunlichst nicht fischen sollte. Denn für 5% reicht das niemals. Und auch nicht für 50.
 
 

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