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Wenn der Postmann zweimal klingelt. Mahler meint am 11.4.2018

Unser Postbote ist passionierter Jogger. Ich kenne ihn nur im Laufschritt. Aber immer freundlich. Der Pflegenotstand gilt nicht nur für Altenheime, sondern auch in der häuslichen Pflege. Zu wenig Personal, zu teuer, die Pflegeversicherung zu reicht in den seltensten Fällen.
Da machen wir was draus, sagt die Post und klaut den Begriff „gelbe Engel“ vom ADAC.
Der Postbote der Zukunft wirft nicht nur schnell die Briefe ein und eilt zum nächsten Haus. Er klingelt, hält ein Schwätzchen und informiert bei Wohlbefinden die Angehörigen per SMS. Wenn’s schlecht geht, kriegen die Johanniter eine Meldung per elektronischer Post.
Der Service ist ausbaufähig. Postboten informieren künftig über die vielfältigen Angebote der Wohlfahrtsdienste. Die waschen unter dem Mindestlohn die Wäsche oder spielen mit Opa eine Runde Schach. Auch das Mittagessen hat künftig keine Räder sondern zwei fleißige Hände bereiten es live zu.
Der Postbote bringt Rat für Rentner: Die Post will Senioren künftig zusätzliche Dienstleistungen anbieten. In Bremen läuft derzeit ein Pilotprojekt. Vier Wohlfahrtsverbände, die Sparkasse und die AOK sind dabei, der Stadtstaat unterstützt mit 245.000 Euro.
Der freundliche Postbote ist zukünftig nicht nur Überbringer guter Nachrichten, er bringt auch Engel ins Haus. Und sorgt dafür, dass Senioren bei beginnender Gebrechlichkeit länger in ihrem Heim leben können. Gar nicht so verkehrt. Der Postbote ist in Zeiten der Alterseinsamkeit für manche der einzige Kontakt zur Außenwelt.
 
 
 

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