Wem gehört der Fußball?

Ein radikales Umdenken im Profifußball fordern die Fans. Millionengehälter, horrende Ablö-sesummen für die Stars, die sich im hohen zweistelligen Millionenbereich bewegen – das wird nicht erst seit der Corona-Krise in Frage gestellt.

Erste Ansätze die Auswüchse im internationalen Profi-Fußball einzudämmen gibt es. Unver-hältnismäßig hohe und unrechtmäßige Zuwendungen sollen sanktioniert werden. Klartext: Manchester City sollte wegen schwerwiegender Verstöße gegen das Financial Fairplay 2 Jahre von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden und zudem 30 Millionen Strafe zahlen, befand die Europäische Fußballunion UEFA. Man City soll unrechtmäßige Geld-zuwendungen von seinen arabischen Investoren erhalten haben. Der internationale Sportge-richtshof CAS hob die Sperre vergangenen Montag auf und reduzierte die Geldstrafe auf 10 Millionen Euro.

Inzwischen stellen die Hälfte der Proficlubs der 1. Bundesliga Anträge auf Corona-Hilfe. Kre-dite in Höhe von 60 Millionen Euro für Borussia Dortmund, 31,5 Millionen für Schalke 04 und 15 Millionen für den Aufsteiger VfB Stuttgart werden gemeldet. Bürgen sollen die Steuerzah-ler über die KfW Bank.

Die Fans hingegen fordern eine gründliche Reform des „kaputten Systems Profifußball.“ Bay-ern-Boss Karl-Heinz Rummenigge findet dies anmaßend und betont, dass der Fußball nicht den Fans gehören würde. Ja wem denn sonst? Den Investoren? Den TV-Anstalten? Den Ver-einsbossen?

Der Fußball gehört uns allen. Dies hat inzwischen auch der Deutsche Fußballbund eingesehen. Geschäftsführer Christian Seifert betont, dass das System überdacht werden müsse. In der neu eingerichteten Taskforce Zukunft Profifußball sollen laut Seifert auch die Fans gehört werden.

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