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Weltglückstag: Gibt es eine allgemeine Glücksformel?

glueckAm 20. März ist es wieder soweit: Dann steht der nächste Weltglückstag an, zu dem die Vereinten Nationen seit 2012 alljährlich aufrufen.

 

Doch was macht überhaupt glücklich? Und: Lässt sich Glück überhaupt zu einer allgemeinen Formel zusammenfassen?

 

Unser Artikel begibt sich auf Spurensuche nach dem Glück.

Glück ist individuell und nicht pauschalisierbar

 
Es dürfte wohl kaum jemand anzweifeln, dass „Glück“ ein sehr komplexer Begriff ist und sich individuell große Unterschiede ergeben, was als Glück empfunden wird. Hinzu kommen – zumindest im Deutschen – terminologische Mehrdeutigkeiten. So gibt es neben dem Glückszustand auch noch als glücklich empfundene Wendungen oder Ereignisse. Nichtsdestotrotz haben unzählige Studien und Umfragen versucht, das Glück zu messen.

 

In Deutschland sorgt immer wieder der Glücksatlas der Deutschen Post für Aufsehen. Zuletzt erschien dieser im Herbst 2018. Anhand von Schwerpunkten wie der Lebenszufriedenheit, Arbeit, Wohnen, Einkommen und Gesundheit befragten Meinungsforscher die Bundesbürger nach ihrem Glück. Daraus leiten sie ein Regionen-Ranking ab.

 

Für politische Fragen können solche Daten wichtige Hinweise auf strukturelle Probleme liefern. Was man als Einzelner daraus ableiten kann, bleibt allerdings unklar: Auch unter den Brandenburgern, die in diesem Ranking 2018 auf dem letzten Platz landeten, leben natürlich sehr viele sehr glückliche Menschen. Ebenso wird es in Schleswig-Holstein, dem letztjährigen Ersten im Ranking, einige unglückliche Menschen geben.

Das individuelle Glück finden

 
Viel wichtiger, als sich in einem Ranking zu verorten, ist es, individuell seine Glücksfaktoren auszumachen und nach diesen zu streben. Diese kann man nur mit und für sich selbst definieren: Für den einen steht die Familie an erster Stelle im Ranking der Glücksfaktoren. Andere sehen ihr Glück in der Karriere und wieder andere erfüllt es mit dem größten Glück, andere Menschen glücklich zu machen.

 

Doch auch der Prozess, das eigene Glück zu finden und Faktoren für selbiges zu bestimmen, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich: Manchen hilft Spiritualität, also Horoskope oder Geburtssteine, die laut eines Magazinartikels von Viversum eng mit Sternzeichen verbunden sind. Andere Menschen finden Rat in einschlägigen Ratgebern.

 

Manch einer geht die Frage vielleicht sogar biologisch an und versucht gezielt, den Körper Glückshormone ausschütten zu lassen. Das erreicht man vor allem durch Sport. Aber auch ein geruhsamer Schlaf und Erholung sind in dieser Hinsicht wichtig. Dadurch reduziert man auch Stress, der – wenn er zu viel wird – dem Glücksempfinden entgegenwirken kann. Ob man dafür meditiert, Yoga macht oder ein gutes Buch liest, bleibt wiederum jedem selbst überlassen. Hier hilft im Zweifelsfall: ausprobieren!

 

Abschließend bleibt eigentlich nur, den Philosophen Immanuel Kant zu zitieren, der die Glücksformel wohl kaum treffender und allgemeingültiger hätte formulieren können: „Die Regeln des Glücks: Tu etwas, liebe jemanden, hoffe auf etwas„.

 

Bildrechte: Flickr Four Leaf Clover 068 cygnus921 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

 

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