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Weihnachtspäckchen. Mahler meint 5.12.2017

Da blieb dem Paketzusteller von DHL der Lacher im Hals stecken. Er wurde allen Ernstes gefragt, ob er die Päckchen vor der Auslieferung kontrollieren würde. Damit der Kunde sicher sein kann, keine Bombe zu erhalten wie die Apotheke in Potsdam letzte Woche. Der freundliche Paketzusteller denkt bei seinen Wahnsinnstouren vor Weihnachten vielleicht mal kurz drüber nach, ob die Karre unter seinem Hintern in die Luft fliegt, weil ein Zünder falsch eingestellt ist ….
Ansonsten haben die ärmsten Schweine der Vorweihnachtszeit weder Zeit zum
Gucken noch zum Denken. Sie kommen einfach nicht mehr hinterher.
Die Kunden beschweren sich über zu spät oder beschädigt ausgelieferte Päckchen und Pakete. Die DHL, Hermes und andere Zusteller beklagen, dass sie kein Personal bekommen. Natürlich zusätzlich und ausschließlich vor Weihnachten mit mies bezahlten Zeitarbeitsverträgen. Noch Fragen?
Mahler meint, dass es so nicht weiter gehen kann mit dem Internethandel und dem Verkehrskollaps. Irgendwas haben wir falsch gemacht im globalen Handel. Regional und saisonal findet nicht mehr statt, entgegen der Beteuerungen der Bio-Fraktion. Gestern hat sich der Fernsehkoch Tim Mälzer mal angeschaut, woher die Produkte in seinen Küchen kommen – und war telegen erschüttert.
Weihnachten: fahrt das Ding einfach runter. Wir wichteln in unserer großen Familie nur noch. Eine Person – ein Geschenk. Selbst gemacht oder wenigstens selbst gekauft. Limit 20 Euro für Erwachsene und 40 für Kinder. Und die sind glücklich. Und die Paketzusteller ein klein wenig entlastet.
 
 
 

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