Was ist denn mit der Solidarität?

Mahler meint am 13.05.2015
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Heute versucht die EU mehr Gerechtigkeit in die Asylproblematik zu bringen. Und es stimmt ja auch: die Lasten sind sehr ungleich verteilt in Europa. Gerade mal 10 Länder beteiligen sich an der Aufnahme von Flüchtlingen. Schweden und Deutschland stehen an der Spitze – die sind ja auch reich. Großbritannien ist ganz hinten, aber die wollen sich ja vermutlich ganz aus der europäischen Solidarität verabschieden. Aber das Problem beginnt ja viel früher. Könnte man in den Herkunftsländer in den Botschaften der europäischen Staaten Asylanträge stellen, wäre das ganze Drama auf dem Mittelmeer erledigt. Incl. Kriminellen Schleusern, Marineboote zur Rettung Schiffbrüchiger und so weiter. Aber so weit will sich die Festung Europa wohl nicht öffnen.
Stattdessen Betroffenheitsrhetorik, Schweigeminuten und was weiß ich. Das ist zynisch und widerlich und verhöhnt die Opfer. Heute hoffen wir wieder mal auf Lösungen, die diesen Titel auch verdienen. Ich vermute aber, wir hoffen wieder einmal vergeblich. Europa und europäische Solidarität hat auf der ganzen Linie versagt. Und nicht nur, was die Währungsunion betrifft sondern vor allen Dingen humanitär.
 
 

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