Was erlaube Seehofer? Mahler meint am 20.9.2018

160203_Mahlermeint_bannerIch möchte wirklich nicht als der erscheinen, der im Nachhinein alles besser weiß. Vielleicht entlastet es mich ein wenig, dass ich nach der Reihe fataler Fehlentscheidungen mein Parteibuch schon vor der letzten Bundestagswahl zurückgegeben habe.

Frau Nahles’ angekündigter Brief an die Genossen wird mich also nicht erreichen. Und die verbliebenen paar Hansel wird er vermutlich kalt lassen. Die 1 Million im Nachwendejahr 1990 wurde bis heute locker halbiert.  „Das müssen wir aushalten“ und „wir werden diese Bundesregierung nicht opfern, weil Horst Seehofer einen Beamten anstellt, den wir für ungeeignet halten“ – Frau Nahles, bei allem Respekt, das sind dumme Sprüche. Und Sie wissen es besser: Die SPD hat diese Bundesregierung von Anfang an auf den Opferstock gelegt. Das Opfer wird nicht Angela Merkel gebracht, sondern einer vor Angst schlotternden CSU im Wahlkampfmodus, die den Hauch des Verfolgers und Jägers Gauland im Nacken spürt.

Jetzt zuzulassen, dass ein Rechtsaußen vom Staatsschutz ins Innenministerium hochgelobt wird und das auch noch als Erfolg für die Regierungskoalition zu verbuchen – mit Verlaub, kaum einer im Land wird so blöd sein, diesen Taschenspielertrick nicht zu durchschauen. Man kann eben nicht alles schönreden und glauben, damit auf die Erfolgsspur zurückzukehren.

Laut Meinungsforschungsinstitut INSA hat die AfD die SPD schon vor drei Tagen überholt, nach der gestrigen Entscheidung ist der Brummi auf der rechten Spur mit Sicherheit vorbeigezogen. Horst Seehofer setzt sich durch – und gibt die schwächelnden Frauen Merkel und Nahles der Lächerlichkeit preis.

Liebe Ex-Genossen: Lieber ein Ende mit Schrecken und einen Neuanfang als ein Schrecken ohne Ende und Untergang.

Liebe Angela Merkel: Wie lange lässt sich die Mutter von der Tochter noch auf der Nase rumtanzen? Die aufmüpfigen Söhnchen Horst, Marcus und Alexander müssen endlich aus dem Hotel Mama rausfliegen und ihren Mist alleine verantworten. So geht erwachsen werden nun mal.

Was erlaube Seehofer? Mahler meint am 20.9.2018
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