Was bleibt am Ende eines arbeitsreichen Lebens? Mahler meint am 17.9.2018

160203_Mahlermeint_bannerNicht ganz ein Jahr, dann ist für mich Schicht. Ich gehe in Rente. Eben habe ich meinen Rentenbescheid angeschaut. Dank einer Aufstockung durch eine Betriebsrente meines kirchlichen Trägers sieht es nicht so schlecht aus wie für viele Andere.

Altersarmut ist eines der großen gesellschaftlichen Themen – und wir werden uns noch viel mehr damit beschäftigen müssen als bisher. Immer mehr Menschen rutschen da rein – Frauen, Alleinverdiener, Teilzeitarbeiter, solche, die von der Regelrente leben müssen. Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper, in vielen Städten ist er faktisch nicht mehr vorhanden. Menschen, die 40 Jahre malocht haben, müssen betteln gehen. Oder entwürdigende und ihrem Alter nicht angemessene Nebenjobs annehmen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Den Arbeitsmarkt freut es bzw. die, die von der Armut dieser Leute profitieren: billige Arbeitskräfte en masse. Und wenn es Nachts Regale im Supermarkt einräumen bedeutet.

Wir machen hier als Gesellschaft kräftig etwas falsch. Politik für die Großen zu Lasten der Kleinen. Die Humanität einer Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit ihren Alten und Schwachen umgeht. Es wird Zeit für eine angemessene Grundsicherung. Mit Ortszuschlägen, damit die alten Menschen ihren Kiez nicht verlassen müssen.

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