Was auf die Ohren

Mahler meint am 04.02.2015
 
 
[display_podcast] Man möchte ihm heute noch den Totenschädel küssen, Maximilian Negwer hat Großes für die Menschheit geleistet. Geboren wurde er heute vor 143 Jahren und er hat eine bahnbrechende Erfindung gemacht, die, wie die meisten Erfindungen ganz einfach ist. Er hat sich einfach was in die Ohren gesteckt – und damit war Ruhe. Seine Erfindung heißt bis heute Ohropax – Friede für die Ohren.
Meine Frau steckt sich die Dinger in rein, wenn sie nach dem Nachtdienst im Krankenhaus am helllichten Tag ein paar Stunden Schlaf braucht oder wir im Urlaub mal wieder ausversehen direkt über einem Irish Pub logieren.
Aber Friede für die Ohren ist ja viel mehr als nix zu hören. Im ständigen Sound des Alltags – zumal in der Großstadt – tut Ruhe der Seele richtig gut. Damit sie mich nicht falsch verstehen – natürlich sind die soften Hits von Radio Paradiso keine Krachmacher. Sogar Taxifahrer hören uns gerne, weil sie entspannter fahren und weniger Knöllchen kassieren. Zur Ruhe kommen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Immer mal wieder Oasen der Stille zu schaffen – das tut gut. Ich gehe regelmäßig ins Kloster, nicht zuletzt um zu meditieren und zu schweigen. Ein probates Mittel gegen die akustische Inweltverschmutzung.
 
 

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