Wann ist eine Mann ein Mann?

Mit Männertag oder Vatertag verbinden die meisten Zeitgenossen saufende Horden von männlichen Wesen, die mit dem Bollerwagen durch die Gegend laufen, auf dem reichlich Bier gebunkert ist. Dieser Männertag findet traditionell an Christi Himmelfahrt statt.

Heute, am 19. November, begehen wir den internationalen Männertag. Der wurde von Professor Thomas Oaster ins Leben gerufen und 1999 erstmals begangen. Unser Verständnis von Familie und den in klassischen Strukturen gelebten Rollen hat sich massiv gewandelt. Oberhaupt der Familie, Entscheider, starker Mann – das ist Geschichte. Aber was ist der Gegenentwurf zum klassischen Männerbild? Wann ist ein Mann ein Mann? Bis 1977 brauchten Ehefrauen noch die Erlaubnis der Männer, um arbeiten gehen zu dürfen. Seitdem hat sich viel getan. Und sicherlich ist die Gleichberechtigung noch immer nicht voll verwirklicht. Männer suchen nach ihrer Rolle. Klar, der Patriarch ist als Rollenbild überholt. Inzwischen sollen Männer sensibel und einfühlsam sein, sich aktiv an der Kindererziehung beteiligen und Frauen auf Augenhöhe begegnen. Gleich-wohl ist gerade bei Männern die berufliche Karriere nach wie vor Gradmesser für gesellschaftliche Anerkennung und oft genug wird auch die Rolle des Beschützers eingefordert.

Der internationale Männertag will dazu beitragen, das Verhältnis der Geschlechter zueinander zu verbessern und Diskriminierung auf beiden Seiten abzubauen. Dafür braucht es das Zusammenwirken von Männern und Frauen gleichermaßen.

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