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Während der Schwangerschaft zum Public Viewing?

em-1435195_1920Dieser Sommer steht ganz im Zeichen des Fußballs: In den Supermärkten werden neben den typischen Fanprodukten altbekannte Lebensmittel im neuen EM-Design verkauft, auf den Balkonen müssen die blühenden Geranien für die Fahnen verschiedenster Nationen Platz machen und auch Autos werden jetzt wieder mit Seitenspiegel-Überzügen und Hawaiiketten in den entsprechenden Farben verziert. Und speziell in Berlin lädt Deutschlands größte Fanmeile vom Brandenburger Tor über die Straße des 17. Juni bis zur großen Querallee Fußballfans ein, gemeinsam die (erhofften) Erfolge der deutschen Nationalmannschaft zu feiern. Doch gilt diese Einladung auch für schwangere Frauen? Oder sollten diese zum Schutz des Ungeborenen lieber Abstand vom Public Viewing nehmen und die Spiele zu Hause schauen?

 

Dürfen Schwangere zum Public Viewing?

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, die EM-Spiele zu verfolgen. Doch neben dem gemütlichen TV-Schauen von der Couch aus, hat das Public Viewing einen ganz eigenen Reiz, der natürlich auch schwangere Frauen anzieht. Doch hierbei gibt es einiges zu bedenken: So sollten sich Schwangere im Vorfeld bereits über die Zugänglichkeit von Toiletten, Rückzugsmöglichkeiten sowie über die Verfügbarkeit von Sitzplätzen informieren.
Ebenso wichtig ist natürlich zu bedenken, dass sich beim Public Viewing eine große Menschenmasse ansammelt und viele Schwangere an Platzangst leiden, die oft schon in „harmlosen“ Situationen ausgelöst werden kann, wie etwa dem Anstehen an einer Supermarktkasse. Wer diese Ängste bereits an sich beobachten konnte, sollte deshalb in jedem Fall eine Massenveranstaltung vermeiden. Ein weiterer Risikofaktor ist, dass durch das Gedränge auf der Fanmeile der Babybauch von anderen übersehen wird und die Schwangere gegebenenfalls aus Versehen angestoßen wird. Diese „Gefahren“ sollten bitte unbedingt im Vorfeld abgewogen werden, so dass dann ganz individuell entschieden werden kann, ob das Public Viewing während der Schwangerschaft tatsächlich eine gute Idee ist.

 

Alternativen zum Public Viewing

Wer sich nun gegen das Public Viewing entschieden hat, muss dennoch nicht auf das Fußballschauen und die EM-Freude verzichten. Denn es gibt schließlich auch super Alternativen, die Spiele in kleineren Runden anzusehen. Wie wäre es da zum Beispiel mit einem gemütlichen Grillabend mit Freunden? In dieser kleineren, aber dafür vertrauteren Runde lässt sich doch mindestens genauso gut mitfiebern und die Mannschaft anfeuern! Zumal die schwangere Frau bei einem Grillabend auch immer die Möglichkeit hat, sich kurzfristig zurückzuziehen und eine Pause einzulegen. Und auch kleine Bars & Cafés laden zum gemeinschaftlichen Fußball-Gucken in überschaubarer Runde ein.

 

Dem diesjährigen EM-Spaß sollte demnach auch für schwangere Frauen nichts im Wege stehen!

 

Foto: (c)Alexas_Fotos/pixabay.com

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