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Vorstellungsgespräch: Häufige Fehler und Tipps

handshakeEs gibt Dinge im Leben, die man nicht so einfach rückgängig machen kann. Ist einmal etwas ausgesprochen, kann man es nicht mehr zurücknehmen. Und für den ersten Eindruck gibt es leider auch keine zweite Chance. Im Vorstellungsgespräch kann einen genau das sogar den zukünftigen Job kosten. Denn einige Dinge gehen im Gespräch mit dem Personaler einfach mal gar nicht.

 

 

 

Anzug und lässige Outdoor-Jacke – ein No Go

 

Man kann es nicht oft genug sagen: Das Äußere ist für den ersten Eindruck entscheidend und sollte schon bei der Vorbereitung auf das Gespräch eine wichtige Rolle spielen. Wer sich nicht sicher ist, welchen Dresscode das jeweilige Unternehmen hat, kann sich etwa auf der Unternehmenswebseite informieren oder telefonisch in Erfahrung bringen, was angemessen ist. Saubere und fusselfreie Kleidung sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Man sollte allerdings auch auf die kleinen Details achten, die das ganze Auftreten negativ beeinflussen könnten. Sportliche Männer, die sich im Alltag vom Typ her eher leger kleiden und nur selten einen Anzug tragen, werden im Winter eventuell nicht sofort daran denken, dass die lässige Outdoor-Jacke nicht gerade zum Rest ihres Outfits passt. Ein schicker Herrenmantel – erst recht, wenn es ein hochwertiges Designer-Modell ist – wird einem für eben derartige Anlässe noch jahrelang nützlich sein und sollte in jedem Kleiderschrank Platz finden. Wer auf eine Sehhilfe angewiesen ist, sollte diese auch tragen oder sich im Zweifel für Kontaktlinsen entscheiden. Es hinterlässt nämlich keinen guten Eindruck, erst in seiner Tasche danach wühlen zu müssen, dem Gegenüber nicht richtig in die Augen sehen zu können oder durch das Putzen der Brille unnötig abgelenkt zu sein.

 

Die Körperhaltung – was sie verrät

 

Körperhaltung, Mimik und Gestik entscheiden im Vorstellungsgespräch darüber, ob man selbstsicher auftritt oder nicht. Und hier schaut so manch ein Personaler ganz genau hin. Bei kritischen Fragen sollte man zumindest versuchen, seine aufrechte Körperhaltung beizubehalten – das strahlt Sicherheit aus. Wird die Stimme im Gespräch irgendwann leiser, könnte auch das negativ auffallen und Unsicherheit signalisieren. Auch wenn der Personaler einen mustert – hier gilt es, dem Blick nicht auszuweichen. Der Blickkontakt ist in einem Vorstellungsgespräch enorm wichtig und kann ein Test des Gegenübers sein, um das Selbstbewusstsein des Bewerbers zu testen. Zur Not kann dieser auch kurz auf die Nase, die Augenbrauen oder die Lippen des Vorgesetzten in Spe schauen, um sich vom direkten Blickkontakt eine kleine Pause zu gönnen. Vor und nach dem Gespräch sollte der Händedruck übrigens nicht allzu schwach sein. Auch das hinterlässt in der Regel keinen selbstsicheren Eindruck.

 

Wer große Reden schwingt, kann keinen Rückzieher mehr machen

 

Selbstbewusst aufzutreten, ist im Vorstellungsgespräch wichtig – das allerdings auch nur in Maßen. Natürlich möchte jeder Personaler hören, dass man als Bewerber teamfähig, belastbar und flexibel ist. Wenn man für all die positiven Eigenschaften allerdings kein konkretes Beispiel parat hat, sind diese im Zweifelsfall bloß leere Phrasen. Sich im Vorfeld schon Antworten auf mögliche Fragen zu überlegen, kann als Vorbereitung ebenfalls sehr hilfreich sein. Nur bitte nicht komplett auswendig lernen und im Vorstellungsgespräch wie ein braver Student runterrattern. Das wirkt unnatürlich und lässt kaum Spielraum für spontane Einfälle bzw. erschwert die Reaktion auf Zwischenfragen.

 

Bildrechte: Flickr Handshake – 2 men Flazingo Photos CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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