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Von Kanonen und Spatzen. Mahler meint am 21.11.2018

160203_Mahlermeint_bannerIn Stuttgart herrscht derzeit Feinstaubalarm. Ich merke nichts davon. Der Verkehrsinfarkt ist ungebrochen. Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Autos durch den berüchtigten Kessel – ein Drecksloch, das krank macht, könnte man sagen. Das freiwillige Fahrverbot für Verbrenner ist ein Rohrkrepierer. Also müssen jetzt endlich Fahrverbote her. Die bittere Pille heißt „Blaue Plakette“ und eben diese spaltet die Auto-Nation in Dreckschweine und Sauberfrauen. Nur: wie überwachen? Bei unserem Komfort-Öfele hat die Verwaltung schon kapituliert. Obwohl modernster Bauart – sozusagen 6temp – darf es nicht rauchen, wenn Alarm angesagt ist. Weil die Kontrollettis es der Rauchfahne, die in den eiskalten Himmel steigt, nicht ansehen, ob sie gefiltert ist oder nicht. Für Autos brütet das Verkehrsministerium derzeit an einer effektiveren Methode. Die totale Kameraüberwachung. Die soll alles und jeden erfassen. Und eben auch die blaue Plakette erkennen. Alle anderen werden als Sünder entlarvt und bestraft. Die Chinesen sind uns – wie bei der Elektromobilität – mal wieder einen Schritt voraus. Wer dort bei Rot über eine Fußgängerampel geht, bekommt den Bußgeldbescheid direkt auf sein Smartphone gesandt. Zeitgleich. Es ist nicht bekannt, ob sich nur aus dem Haus wagen darf, der dafür eine Einzugsermächtigung für Strafmandate erteilt hat. Es gibt also sogar in China noch Optimierungsbedarf in Sachen Überwachungsstaat. Da müssen wir kräftig aufholen, meine ich.

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