Vom Wonneproppen zum gesundheitlichen Problem – Übergewicht bei Kindern

babyUnsere Gesellschaft nimmt zu. Nicht zahlenmäßig – der Bauchumfang wächst. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Erwachsene, denn auch jedes sechste Kind ist zu dick oder leidet unter Bewegungsstörungen. Spätfolgen wie ein erhöhtes Schlaganfallrisiko und Herzkrankheiten sind für die Kleinen jedoch noch in weiter Ferne. Was können Eltern also tun, um ihre Kinder auf dem Weg in ein gesünderes Leben zu unterstützen?

 

Das Ziel: Ein gesundes Erwachsenenleben

 

Häufig beginnt es bereits im Kleinkindalter: Der kleine Tim oder die kleine Lisa essen einfach gern. Zunächst machen sich Eltern keine Sorgen. Das Kind ist gesund – vielleicht ein wenig proper – aber es ist doch schön, dass es einen solch guten Appetit hat. Wird das Kind älter, so fallen die Extra-Kilo schon deutlicher auf: Tim trägt mit seinen vier Jahren bereits die Kleidung von Sechsjährigen, auf dem Spielplatz kommen die ersten Hänseleien und wenn der Kinderarzt Alarm schlägt, wird es den Eltern (hoffentlich) bewusst: Ihr Kind ist leidet an Übergewicht – spätestens nun muss etwas passieren.

 

Seit Mitte der Achtzigerjahre hat die Zahl der Kinder mit Übergewicht in Deutschland um 50 Prozent zugenommen. Die Krankenkassen stöhnen auf, wächst hier doch gerade eine Generation mit einer Vielzahl von potentiellen Krankheiten auf: Diabetes, Asthma, Verkalkung der Gefäße, höherer Blutdruck und Fettleber sind nur einige der Gefahren. Doch für die betroffenen Kinder sind diese negativen Folgen noch weit weg. Sie leiden zwar unter den Hänseleien und dem Spott ihrer (dünneren) Schulkammeraden, doch geht es ihnen zunächst noch ganz gut. Und trotzdem: Je früher dem Übergewicht entgegengewirkt wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind doch noch zu einem gesunden Erwachsenen heranwächst.

 

Es geht nur gemeinsam – die ganze Familie ist gefragt

 

Nun darf Lisa keine Süßigkeiten mehr essen, der Döner ist vom Essensplan gestrichen und Fischstäbchen gibt es auch nicht mehr. Ihre normalgewichtigen Geschwister halten aber an ihren Essgewohnheiten fest und genießen regelmäßig Kuchen und Co. So kann es nicht funktionieren! Bei einer Ernährungsumstellung müssen alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen. Eltern und Geschwister verzichten auch auf die gemeinen Fettmacher und unterstützen den gesunden Lebensstil. Darüber hinaus sollten Betroffene darüber nachdenken, an einem Ernährungsprogramm für Kinder und Familien teilzunehmen (mehr dazu hier). Hier werden bedarfsgerechte Speisepläne erstellt, kindgerechte Rezepte an die Hand gegeben und bei Fragen stehen Ihnen Ernährungsberater zur Seite – denn gemeinsam ist man stärker!

 

Eine schwere Aufgabe

 

Übergewichtige Kinder leiden nicht nur an körperlichen Beeinträchtigungen – besonders psychische Krankheiten, aufgrund von Hänseleien und Spott, machen sich bemerkbar. Eltern sollten daher ein genaues Auge auf das Gewicht ihrer Kinder haben. Dabei sollte aber nicht immer nur verboten werden: Geben Sie Ihrem Kind zum Beispiel zu Beginn der Woche eine kleine Ration an Süßigkeiten, diese darf es selbst über sieben Tage hinweg einteilen. Ist die Ration aufgegessen, gibt es auch nichts mehr. Durch dieses Vorgehen leidet das Kind nicht unter absolutem Süßigkeiten-Entzug und lernt nebenbei, verantwortungsvoll zu genießen.

 

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