Unmenschliche Abschiebepraxis.

Nachts um halb drei steht die Polizei im Zimmer von Muhammed. Sie nehmen den 19jährigen mit und schieben ihn nach Kroatien ab. Ohne den Vater, der wegen einer Behinderung trans-portunfähig ist, ohne die Mutter, die in einen Schockzustand fällt und ohne die beiden jüngeren Brüder, die auswärts übernachten.

Muhammed ist mit seiner Familie 2012 aus Aleppo in Syrien geflohen. Damals war er 10. Über die Türkei und Kroatien kommt die Familie nach Deutschland. 2019 stellt sie einen Asylantrag. Muhammed lernt schnell Deutsch, steht jetzt kurz vor einem Hauptschulabschluss und einen Ausbildungsplatz zum Erzieher sicher. Und dann kommt am 16. Juni um halb drei die Polizei. Muhammad ist jetzt alleine in Kroatien. Anfangs schlief er in einem Park, jetzt hat er wenigstens einen Platz in einer Jugendherberge bekommen. Seine Mitschüler haben dies durch eine Spendenaktion finanziell ermöglicht.

Inzwischen hat der Anwalt der Familie Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Aber das kann natürlich dauern. Muhammed, der eines von vielen Opfern einer unmenschlichen Abschiebpraxis ist, kann nur hoffen, dass die Beschwerde Erfolg hat und er seinen erfolgreichen Weg ins Leben in Deutschland fortsetzen kann. Wenn Sie Muhammed und seiner Familie helfen wollen, unterschreiben Sie bitte eine Petition an den Landtag Baden-Württemberg. Im Internet ist sie zu finden unter chng.it/55WM5Ph6 – bitte lesen sie diese komplizierte Adresse im Text zu diesem Beitrag nach.

Unmenschliche Abschiebepraxis.
Unmenschliche Abschiebepraxis. bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
11,25 von 5 Punkten, basierend auf 4 abgegebenen Stimmen.
Loading...