Unbequeme Wahrheiten

Mahler meint am 25.06.2015
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Natürlich kriegt Norbert Röttgen keinen Applaus aus Athen, wenn er unbequeme Wahrheiten ohne Umschweife sagt wie gestern Abend bei Anne Will.
Unbequeme Wahrheit Nr.1: Das Sparprogramm hat Griechenland nicht genützt, sondern geschadet. Weil Menschen, die pleite sind wohl kaum die Binnenwirtschaft ankurbeln können. Also Schluss damit.
Unbequeme Wahrheit Nr.2: Der griechische Staat braucht eine Generalsanierung und keine Kosmetik mit ein wenig Kürzung hier und ein wenig mehr Steuereinnahmen da.
Griechenland muss zu einem modernen, funktionierenden Staat umgebaut werden, in dem Steuern bezahlt, Korruption wirksam bekämpft und Privilegien abgebaut werden.
Ansonsten ist jedes weitere Hilfspaket, bezahlt auch von Staaten, denen es schlechter geht als Griechenland – man denke nur an Portugal – wirkungslos rausgeschmissenes Geld.
Unbequeme Wahrheit Nr.3, die vor allem Giorgios Chondros, Parteivorstand von Syriza gestern bei Anne Will nicht schmeckte: Mit dieser radikalen Links/Rechtsregierung wird das nicht zu machen sein.
Schmerzhafte Lösung: Griechenland, die EU und der IWF einigen sich, Tsipras fällt im eigenen Land damit durch und es gibt Neuwahlen. Und das griechische Volk wählt endlich eine Regierung, die ihr nicht einfach das Blaue vom Himmel verspricht ohne eine Vision, wie das alles jemals umgesetzt werden kann.
Noch schmerzhaftere Alternative: Griechenland bleibt stolz und stur und ist raus aus Europa. Und das will niemand.
 
 

Unbequeme Wahrheiten
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