Über Selbstverständlichkeiten reden…

Mahler meint am 14.09.15.
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Dieter Nuhr hat es im Satiregipfel auf den Punkt gebracht. Dass es effektheischend, populistisch und einfach nur hirnlos ist, sich auf eine Bühne zu stellen, in jedes Mikrofon und in jeder Kamera, die sich einem in den Weg stellt mit ernster Mine zu sagen: ich bin gegen Nazis.
Ja zum Donnerwetter noch mal, was ist denn daran ein Bekenntnis? Es ist doch eine Selbstverständlichkeit wie Essen und Trinken, gegen Nazis zu sein. Nebenbei: Für Nazis zu sein ist in Deutschland ein Straftatbestand. Und trotzdem: Kaum ein Promi, der diesen Satz nicht mit bedeutungsschwangerer Miene absondert: Ich bin gegen Nazis.
Dieter Nuhr: Ich bin alphabetisiert, ich habe keinen Hirnparasiten, ich habe mich nicht blöd gesoffen – ich bin gegen Nazis. Natürlich, was denn sonst?
Warum muss man das eigentlich sagen? Ich bin auch gegen Filzläuse und gegen Ebola. Alle sind gegen Ebola und gegen Nazis und trotzdem brechen sie immer wieder aus.
Ein für allemal: Nazi sein ist keine Meinung, Nazi sein ist ein Verbrechen. Und meinen Kolleginnen und Kollegen sei es ins Stammbuch geschrieben: Berichterstattung ist eine Werbung für diese Verbrecher. Wenn das die Deutschen sind , dann sollten wir mehr von den anderen reinlassen. 1/3 der Flüchtlinge hat Abitur. Das ist eine echte Bedrohung für die Nazis. Ich fürchte nur, sie sind auch zu dumm, das überhaupt zu begreifen.
 
 

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