Torwart – Made in Germany. Mahler meint am 30.5.2018

160203_Mahlermeint_bannerDie T-Frage erregt die Nation. Deutschland hat viele herausragende Exportartikel – Toreverhinderer Made in Germany gehören dazu.

In den Top-Clubs der Welt sind sie unterwegs: Andre ter Stegen in Barcelona, Kevin Trapp in Paris und der bedauernswerte Loris Karius in Liverpool.

Sie alle mögen gute Keeper sein – aber sie reichen an Beleibtheit nie und nimmer an den 4 maligen Weltfußballer Manuel Neuer heran. Mehr als 250 Tage stand Neuer nicht mehr im Kasten wegen eines Haarrisses im Mittelfuß, der partout nicht heilen wollte. Zwei Wochen vor der WM in Russland hechtet und fliegt Neuer wieder wie der Alte, bestritt bereits ein Testspiel in Eppan in Südtirol. In dieser Form gilt er als gesetzt – und Joachim Löw wird wohl am Sympathieträger Nummer 1 nicht vorbeikommen, wenn er den endgültigen Kader bekanntgibt. Mit drei Keepern: ter Steegen, Trapp und eben unser Manu Neuer.

Andere haben sich ebenfalls mit einer herausragenden Saison ins Rampenlicht gespielt: Ex-Nationalkeeper Ron Robert Zieler beim VfB Stuttgart, Neuer-Vertreter Sven Ulreich bei Bayern und Loris Karius unter Jürgen Klopp in Liverpool. Und dann machten diese Torhüter, beide in Stuttgart ausgebildet, kurz vor der WM den Bayern das Triple und Liverpool den Triumph in der Champignons-League kaputt. Erst griff Ulreich im Halbfinale gegen Real Madrid daneben und holte sich den Titel traurigster Keeper der Welt. Bis Loris Karius mit zwei kapitalen Fehlern im Finale gegen Real den Madrilenen den Sieg schenkten, die sich vor lauter Routine nicht mal richtig freuten. Dass Lothar Matthäus über dem bedauernswerten Karius kübelweise Spott auskippte ist eigentlich unwichtig. Selbst schuld, wer Matthäus, den Dummschwätzer, noch in irgendeiner Weise ernst nimmt.

Derweil schaut Deutschland gebannt auf den Samstag. In Klagenfurt spielt die Mannschaft gegen Österreich. Spielt Neuer oder spielt er nicht wird zur Schicksalsfrage der Nation. Die der Goalie selbst gewohnt souverän und freundlich weglächelt. „Wir werden sehen“, meint er nur und geht seinen Weg.

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