Tierliebe. Mahler meint am 27.2.2019

160203_Mahlermeint_bannerDie Diskussionen um die richtige, ethisch vertretbare Ernährung reißen nicht ab. Vegetarisch oder vegan? Fleisch nur einmal in der Woche? Am Freitag und in der Fastenzeit maximal Fisch? Diese Fragen werden in der modernen Welt als religiös-ideologische Themen diskutiert. Und im Ursprung sind sie das auch. Sowohl in der jüdisch-christlichen Bibel gibt es hohe ethische Grundsätze für den Umgang mit Tieren. Auch im Islam kann man mit ihnen nicht machen, was man will. Und in Indien gelten Tiere – Rinder zum Beispiel – als heilig und haben selbst im Straßenverkehr Vorrang vor Autos, Radfahrern und Menschen. Die heiligen Kühe machen Probleme. Sie fressen Felder kahl. Dagegen darf nichts unternommen werden. In Deutschland gibt es eine erbitterte Diskussion zwischen Landwirten und Tierschützern. Die sind mit ihrem Anliegen, dass Ferkel vor der Kastration betäubt werden müssen, nicht durchgekommen. Aus Frankreich erreicht uns die Nachricht, dass immer mehr Metzger, die nach islamischen Vorgaben halal schlachten, das EU-Bio-Gütesiegel für ihr Fleisch einklagen. Das aber wird ihnen verwehrt, weil sie die Tiere ohne Betäubung ins Jenseits und auf unsere Teller befördern. Was ich nicht ganz verstehe. Bei den Schlachtungen, die koscher – im Judentum – oder halal durchgeführt werden, ist darauf zu achten, dass die Tiere möglichst wenig leiden. Das hat etwas mit Stresshormonen zu tun, die die Tiere ausschütten und das Fleisch ungenießbar machen können. Aber es geht auch darum, mit einem sauberen Schnitt die Kehle zu durchtrennen. Das ist zumindest schmerzarm, das Blut, in dem nach jüdischem und muslimischen Glauben die Seele beheimatet ist, darf nicht verzehrt werden. Klar ist: Das Schächten der Tiere ist in den abrahamitischen Religionen verwurzelt. Es geht darum, das Tier als Schöpfung Gottes zu achten. „Ein guter Mensch kümmert sich um das Wohl seiner Tiere“ – nachzulesen im Buch der Sprüche. Das schließt Willkür, Qual und Grausamkeit aus.

Tierliebe. Mahler meint am 27.2.2019
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