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Thank God, it’s Friday …. Mahler meint am 15.3.2019

160203_Mahlermeint_banner„Thank God, it’s Friday“! Den Freitag kann man aus unterschiedlichsten Gründen herbeisehnen. Der häufigste Grund dürfte wohl der Beginn des arbeitsfreien Wochenendes sein. Juden und Muslime beginnen bei Sonnenuntergang Ihren wöchentlichen Feiertag. Seit einigen Wochen steht der Freitag aber auch für die Zukunft. Fridays for Future – das gibt mir wirklich Hoffnung. Aus den zaghaften Anfängen des Schülerprotestes ist dank der 16jährigen Gallionsfigur Frida Thunberg eine weltweite Bewegung geworden. Schülerinnen und Schüler schwänzen an Freitagen die Schule und gehen für den Klimaschutz auf die Straße. 16.000 namhafte Wissenschaftler unterstützen sie – und auch unsere beiden wichtigesten Politiker im Land: Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier finden die Schülerproteste gut. Ich auch. Seit dem Ende der Friedenbewegung, in der ich jahrelang Aktivist war, um gegen die Atombewaffnung Deutschlands zu protestieren träume ich von zornigen jungen Leuten, die aufstehen und deutlich machen, dass ihnen unsere globale Politik, die unseren Planten zugrunde richtet, Ihnen die Lebensgrundlagen nimmt. Dass sie jetzt laut und auffällig werden, kann ich nur begrüßen. Dass dies gewaltfrei geschieht, freut mich als unverbesserlichen Pazifisten um so mehr. Dass die jungen Leute die Schule schwänzen, habe ich inzwischen akzeptieren gelernt. Nur duch diesen Akt zivilen Ungehorsams haben sie die Titelseiten erobert, nicht durch den Protest an sich. Mahler meint, die jungen Leute könnten jetzt noch eine Glaubwürdigkeitsschippe drauflegen und beweisen, dass sie nicht nur einfach schulfrei haben wollen. Bitte verlegt Eure Proteste jetzt in Eure Freizeit. Dann wird aus ernstzunehmendem Protest ein persönliches Opfer.

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